Donnerstag, März 13, 2008

Referatsthemen

Folgende Themen werden an den ausgewiesenen Terminen von den jweils angeführten Studierenden abgehalten - denken Sie daran für alle gilt, die Seminararbeiten müssen bis zum 30. April 2008 fertig sein und ausgedruckt mitgebracht werden!

Referatsthemen


1. Fokus Gruppen (Gruppendiskussionen) – 02.04.2008: Hagmann Philipp Bastian & Schmidt Paula
Straub, Ingo (2006). Medienerfahrungen und Männlichkeitskonstruktionen. Ergebnisse einer rekonstruktiven Jugendstudie. In: http://www.medienheft.ch/kritik/bibliothek/k25_StraubIngo.pdf [27. 2. 2008]
· In dieser Studie wurde speziell das Phänomen Peer-Group herausgearbeitet, um geschlechtshomogen-männliche, jugendkulturelle Szenen im Bereich der Mediensozialisation zu interpretieren.


2. Fragebogenuntersuchung – 02.04.2008: Lohnegger Eva & Pölzl Bernhard
Barbara Buchegger & Christoph Kaindl (2000). n-gen. Nutzung neuer Medien durch Wiener Jugendliche. In: http://www.netbridge.at/dloads/ngenstudie.pdf [9. 2. 2008]
· Der Geschlechterfokus ist nicht ausdrücklich explizit, es wurden aber Geschlechterunterschiede miterhoben. In wie weit könnte man den „Faktor Geschlecht“ evtl. anders einbeziehen? Und inwiefern sind manche geschlechtsspezifischen Ergebnisse evtl. durch die Art der Fragen bzw. einen speziellen Themenfokus beeinflusst?

3. Beobachtung – 09.04.2008: Guntschnig Angela & Maier Katrin
Feil, Christine & Decker, Regina (2004). Erhebungsinstrumente zur Beobachtung des Umgangs von Kindern mit dem Internet. In: http://www.dji.de/bibs/116_1764_erhebungsinstrumente.pdf [9. 2. 2008]

4. Interview – 09.04.2008: Glatz Alexandra & Resch Romana
Dinzer, Sybille (2005). Gender and the City. Medienrezeption und Geschlecht. Eine qualitative Rezeptionsstudie der US-Serie Sex and the City. In: http://www.cultiv.net/cultranet/1166966863MA_Dinzer.pdf [27. 2. 2008]
· Da es sich bei der Grundlage dieses Referatsthemas um eine Diplomarbeit handelt, ist es wichtig sich auf die Methode zu konzentrieren, und den Inhalt nur überblicksmäßig bzw. mit einem bestimmten Schwerpunkt vorzustellen.

5. Komparatistische Analysen

5 a Zeitgeschichtlicher Vergleich – 23.04.2008: Kern Ronald & Kragl Christine
Spitzer, Brenda L., Henderson, Katherine A. & Zivian, Marilyn T. (1999). Gender Differences in Population Versus Media Body Sizes: A Comparison over Four Decades In: Sex Roles, Vol. 40/7, S. 545-565. Link: http://www.springerlink.com/content/w126r0485527507m

5 b Ländervergleich – 23.04.2008: Enzmann Magdalena & Kunz Elisabeth
Le Feuvre, Nicky (2005). Zur Feminisierung von Berufen in vergleichender Perspektive. In: Gilbert Achcar, Dagmar Simon, Mechthild Veil (Hg.). Arbeitsmarkt, Wohlfahrtsstaat, Familienpolitik und die Geschlechterfrage – deutsch-französische Konvergenzen und Divergenzen. Berlin: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Verfügbar über: http://skylla.wz-berlin.de/pdf/2005/p05-007.pdf#page=5 [18. 1. 2008]

6. Museumsanalyse – 30.04.2008: Lai Marie-Anne Caroline & Reinprecht Viktoria Carina
Muttenthaler, Roswitha & Wonisch, Regina (1999). "Das inszenierte Geschlecht" – Umformulierungen, Abwesenheiten und phantasmatisches Begehren in Museen und Ausstellungen In: Christina Lutter und Elisabeth Menasse-Wiesbauer (Hg.): Frauenforschung, feministische Forschung, Gender Studies: Entwicklungen und Perspektiven. Wien: Materialien zur Förderung von Frauen in der Wissenschaft. Bd. 8, S.275-312.
- Buch in der UB entlehnbar

7. Biographieforschung – 30.04.2008: Huber Sandra & Stockinger Sabine Maria
Thon, Christine (2005). „Ich war nie benachteiligt. Und kam mir auch nie so vor.” Biographische Konstruktion von Geschlecht und Deutungskonzepte zum Geschlechterverhältnis In: Christine Thon, Daniela Rothe, Paul Mecheril, Bettina (Hg.). Qualitative Forschungsmethoden im erziehungswissenschaftlichen Studium. Bielefeld. Verfügbar über: http://bieson.ub.uni-bielefeld.de [25. 2. 2008]

Güte qualitativer Forschung

Wie in der gestrigen Einheit besprochen gibt es zur qualitativen Forschung Überlegungen zur wissenschaftlichen Güte, die über die klassichen (und was den 3. Punkt angeht wissenschaftstheoretisch und feministisch-wissenschaftstheoretisch sehr kritisierten) Kriterien der Validität, Reliabilität und Objektivität hinausgehen.

Zwei Leseempfehlungen dazu:

Reichertz, Jo (2000) .Zur Gültigkeit von Qualitativer Sozialforschung:
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-00/2-00reichertz-d.pdf

Steinke, Ines (2003). Gütekriterien qualitativer Forschung. In: Uwe Flick, Ernst von Kardoff und Ines Steunke (Hg.). Qualitative Forschung. Ein Handbuch. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt.

Mittwoch, März 12, 2008

Basis-Methoden-Literatur-Liste

Methoden-Literatur:
(Auswahl)

Allemann-Ghionda, Cristina (2004). Einführung in die Vergleichende Erziehungswissenschaft. Weinheim, Basel: Beltz.

Becker, Ruth & Kortendiek, Beate (Hrsg., 2004). Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Behnke, Cornelia & Meuser, Michael (1999). Geschlechterforschung und qualitative Methoden. Opladen: Leske + Budrich.

Buchen, Sylvia, Hefferich, Cornelia & Maier, Maja S. (Hrsg., 2004). Gender methodologisch. Empirische Forschung in der Informationsgesellschaft vor neuen Herausforderungen. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Flick, Uwe, von Kardoff, Ernst & Steinke, Ines (2003, Hg.). Qualitative Forschung. Reinbeck bei Hamburg: rororo.

Roth, Erwin & Holling, Heinz (Hrsg., 1999). Sozialwissenschaftliche Methoden. Lehr- und Handbuch für Forschung und Praxis. München, Wien: Oldenburg Verlag.

Montag, März 10, 2008

Draw a Scientist

Liebe Studierende,

falls Sie diesen Blogeintrag vor dem nächsten Seminar-Termin (12.3.) lesen, dann bringen Sie bitte ein Blatt Papier mit und erfüllen Sie darauf folgende kleine Aufgabe:

"Draw a scientist!"

- Da wir leider gestern keine Zeit dafür gehabt haben, gibt es dazu den folgenden Lesetipp:
Steinke, Jocelyn, Lapinski, Maria, Crocker, Nikki, Zietsman-Thomas, Aletta, Williams, Yaschica, Higdon, Stephanie & Kuchibhotla, Sarvani (2006). Assessing Media Influences on Middle School-Aged Children’s Perceptions of Women in Science and Engineering – Using the Draw-A-Scientist Test (DAST). In: Proceedings of the 2006 WEPAN Conference, Copyright 2006, WEPAN-Women in Engineering Programs and Advocates Network. Available at: http://www.x-cd.com/wepan06/pdfs/31.pdf [17. 2. 2008]

Mittwoch, März 05, 2008

Vollständiger Artikel von Regine Gildemeister

Liebe Studierende,

falls Sie in der Lehrveranstaltung eine unvolsltändige Kopie des zu lesenden Artikels bekommen haben, dann downloaden Sie sich den vollständigen bitte hier:

http://www.ifz.tugraz.at/educate/Gildemeister.pdf

Bis zum nächsten Mal,

Anita Thaler

1. Aufgabe: Zusammenfassung bis 11. 3. 2008

Liebe Studierende,

als Einstieg ins Thema lesen Sie bitte zunächst folgenden Artikel:

Gildemeister, Regine (2003). Geschlechterforschung (gender studies). In: Uwe Flick, Ernst von Kardoff & InesSteinke (Hg.). Qualitative Forschung. Reinbeck bei Hamburg: rororo, S. 213-223.

Fassen Sie das Wichtigste des Artikels kurz und prägnant zusammen (ca. 250 Wörter) und überlegen Sie sich 3 Diskussionsfragen dazu.

Senden Sie Ihre Zusammenfassung plus Diskussionsfragen bis spätestens 11. März 2008 an
thaler@ifz.tugraz.at

Bis zum nächsten Mal,
Anita Thaler

Ablauf Sommersemester 2008

Vorbesprechung: Mi, 5. März 2008, 16.00 –17:30

Folgende Blocktermine jeweils Mi16.00 – 19.00 Uhr:

12. März: Einführung in die Methoden der Geschlechterforschung

2. April: Referate, Übungen, Diskussionen

9. April: Referate, Übungen, Diskussionen

23. April: Referate, Übungen, Diskussionen

30. April: Referate, Übungen, Diskussionen + Abgabetermin für schriftliche Seminararbeiten

21. Mai: "Peer Review"

Mittwoch, Dezember 05, 2007

Neue Termine für das Sommersemester 2008

Vorbesprechung: Mi, 5. März 2008, 16.00 –17:30 Uhr

LV-Termine: 12. März, 2./9./23./30. April, 21. Mai 2008: jeweils Mi16.00 – 19.00 Uhr

Ort: Seminarraum des IFZ Schlögelgasse 2, 8010 Graz
(www.ifz.tugraz.at/educate)

Donnerstag, Juni 14, 2007

Peer Review

Bitte lesen Sie die beiden Seminararbeiten Ihrer KollegInnen durch (im Team oder alleine, je nachdem wie Sie Ihre Seminararbeit verfasst haben) und notieren Sie sich relevante Punkte als Feedback. Dieses Feedback ist die Grundlage der Kleingruppendiskussionen am 14. 6. 2007 und soll den KollegInnen die Möglichkeit bieten, deren Arbeiten – im Bedarfsfall – noch verbessern zu können. Gleichzeitig sollen Sie durch das systematische analysieren anderer schriftlicher Seminararbeiten aus der LeserInnenperspektive einen Blick dafür bekommen, welche Kriterien zur formalen Lesbarkeit und auch zur inhaltlichen Qualität beitragen können.
Als Anregung ein paar Fragen, die ich beim Lesen von Seminararbeiten beachte (nur ein Ausschnitt, Ihnen fallen sicherlich auch noch weitere ein):
Entspricht die Arbeit den formalen Kriterien?
* Werden alle vorgegebenen Themen behandelt?

* Werden Quellen ordnungsgemäß zitiert?
* Ist das Literaturverzeichnis vollständig?
* Ist die Sprache geschlechtergerecht oder geschlechtsneutral?
* ...
Ist die Arbeit inhaltlich verständlich und logisch verfasst?
* Wird die zu beschreibende Methode ausreichend erklärt?

* Ist der eigene gedankliche Anteil an der Seminararbeit zu erkennen?
* ...

Zusammenfassung von Biancan Prietl

Ausarbeitung zum Zeitungsartikel
„How the web became a sexists’ paradise“[1] von Jessica Valenti

In diesem Beitrag führt Valenti, selbst Feministin und Opfer von sexistischen Übergriffen im Internet, die drastische Zunahme von „Akten“ der Frauenfeindlichkeit im World Wide Web aus. Während Männer wie Frauen „Online-Belästigungen“ ausgesetzt sind, ist doch eine vermehrte Bedrohung gegen weibliche Web-Benutzerinnen zu erkennen, die diese nicht selten um ihr Leben fürchten lässt.
Valenti berichtet eingangs von den Erfahrungen einer bekannten Software Programmiererin und Java Expertin, Kathy Sierra, die nach Todesdrohungen und Beschimpfungen auf ihrer Homepage, sowie bedrohenden und erniedrigenden Fotomontagen von ihr auf anderen Internetseiten, erzählt, sie habe Angst ihren Garten zu verlassen und öffentliche Reden absagte.
Sierra ist nicht alleine, sich mit solchen Attacken konfrontiert zu sehen. Todesdrohungen, Hassreden und Beschimpfungen gegenüber weiblichen Internetnutzerinnen verbreiten sich immer mehr, was im Gegensatz zur ursprünglichen Philosophie des Internets steht. Gleichsam utopisch klingt heute die Idee vom Internet als neuen, egalitären öffentlichen Raum, wo Männer wie Frauen, gleich ihrer Rasse und Sexualität, einander ohne Vorurteile begegnen können. Es sollte, laut Marwick, selbst postgraduierter Student in Kultur und Kommunikation, die Befreiung von den Körpern und den damit assoziierten Vorurteilen bringen.
Besonders bedenklich ist die breite Akzeptanz dieser Praktiken, während Belästigungen von Frauen auf der Straße beispielsweise als unangebracht verurteilt werden. Online scheint sexuelle Belästigung jedoch toleriert, sogar befürwortet zu werden, wenn man betrachtet, dass solche Attacken auf Frauen hunderte Besucher auf diese Internetseite locken. Marwick erklärt weiters, dass Menschen die Möglichkeit sehen eine Online-Umwelt zu schaffen um ihre rassistischen, homophoben und sexistischen Reden ausdrücken zu können, die in der Öffentlichkeit nicht mehr akzeptiert wären. Andere argumentieren, dass die größere Sichtbarkeit im Internet durch eigene Homepages oder Webspaces, dazu führt, dass Belästigungen im Netz erwartet und auch akzeptiert werden müssen. Gleichzeitig gibt es die Tendenz, die Opfer von Belästigungen selbst für schuldig zu erklären, vor allem wenn sie in der Öffentlichkeit stehen und sich dort präsentieren. Jedoch besagt eine Studie der Universität von Marylang, dass auch Frauen, die weder ein Foto noch ihren wahren Namen im Internet preisgeben, mit einer 25 Mal höheren Wahrscheinlichkeit Belästigungen ausgesetzt sind, sobald nur ihr Geschlecht aufscheint.
Valenti weist überdies darauf hin, dass auch die diskriminierenden Folgen von Online-Drohungen bedacht werden sollten, wenn diese Frauen von der Nutzung des Internets abhalten.
Mit Kampagnen wie „stop cyberbullying“ wehren sich Frauen gegen diese Anschläge und verlangen unbekümmerte Freiheit in öffentlichen Plätzen – so auch dem Internet.

[1] Vgl. Valenti, Jessica (2007): « How the web became a sexists’ paradise » , in: The Guardian, 6. April, 2007: http://www.guardian.co.uk/g2/story/0,,2051394,00.html [13.6.2007].

Montag, Juni 11, 2007

Zusammenfassung von Elke Pieber

In ihrem Artikel „Handlungsvorschläge für einen nicht-binären Umgang mit Geschlecht“ beschäftigt sich Anita P. Mörth in Theorie und Praxis mit der Dekonstruktion der Kategorie ‚Geschlecht’ vor allem in Unterrichtssituationen.
Bei der Auseinandersetzung mit der Geschlechterkategorie „[…] besteht jedoch ständig die Gefahr, die Konstruktion selbst zu verfestigen und zu verstärken“.[1]
In den ersten drei Abschnitten werden allgemeine theoretische Grundlagen und Varianten der Konstruktion von Geschlecht verschiedener TheoretikerInnen vorgestellt. Hierbei auszugsweise erwähnt seien Erving Goffman (2001) mit der Herstellung von Geschlecht als interaktives Handeln, Harold Garfinkel (1984) mit Studien zur Wichtigkeit der eindeutigen Zuordnung zu einem der beiden Geschlechter und Gesa Lindemann (1993) mit der Kategorie Geschlecht als gesellschaftliches und soziales Phänomen.
Um ein Gesellschaftssystem möglichst stabil zu halten zeigt MÖRTH zwei verschiedene systemerhaltende Strategien auf: Die Erfindung eines ‚Anderen’ und die Unsichtbarmachung des Anderen. Einerseits wird hierbei versucht, das zum Normalen Gemachte zu legitimieren, andererseits sollen jene Menschen, die widersprüchliche Merkmale aufweisen in die Nichtexistenz verschwinden.[2]
Im Gegensatz dazu versucht zum Beispiel die Queer Theory gerade die ausgegrenzten Positionen in die Geschlechterkonstruktionen einfließen zu lassen. Genannt seien hierbei Sabine Hark (1996, 2001) und Annette Schlichter (2003) mit ‚Left-Overs Positionen’[3], Judith Butler (1991) mit dem Wechseln des Geschlechts in Performances und Braidotti (1994) mit der bewussten Konstruktion der eigenen Identität als etwas veränderbares Nicht-Festgelegtes und Widersprüchliches.[4]
„Diese diskursiven Unorte werden positiv umgekehrt und als neue Arten von Kommunikation und Gegenpraktiken verstanden“.[5] Auf diese Weise entstehen neue Handlungsspielräume und Gegendiskurse.
Die folgenden fünf Abschnitte widmen sich der praktischen Umsetzung der theoretischen Erkenntnisse vor allem im universitären Unterricht.
MÖRTH stellt in Folge Richtlinien für Geschlechter-Dekonstruktion als Prinzip in Unterrichtssituationen vor.
Beim grundlegenden Zugang zum Thema ist es wesentlich, dass sowohl Lehrende als auch Lernende kritisch reflektierend an verschiedene Themen herangehen. Vermeintliche Sicherheiten in Bezug auf Geschlecht und Identität sollten aufgebrochen werden und sogenannte Allgemeingültigkeiten sollten hinterfragt werden. Eigene Positionen und Normvorstellungen sollten ständiger Reflexion unterliegen.
Als wichtigste Rahmenbedingung nennt MÖRTH im Folgenden die Herstellung eines Klimas von Offenheit, Sicherheit und des Angenommenwerdens um die Geschlechtlichkeit adäquat zu thematisieren. Lehrende sollten sich klar positionieren und eine offene, transparente Unterrichtsplanung pflegen.
Bei der Vermittlung der Inhalte sollte herausgearbeitet werden, dass Geschlecht keine konstante Kategorie ist, sondern sozial, historisch und kulturell bedingt und variabel. Das Sichtbarmachen von Identitätsalternativen und adäquate Neuschöpfungen von Begriffen begünstigen die Veränderungen der Realität der Kategorie ‚Geschlecht’.
Damit die Dekonstruktion von Geschlecht auf breiterer Ebene weiterentwickelt werden kann, braucht es eine politische Entscheidung und Rahmenbedingungen zu deren Durchsetzung.
[1] MÖRTH, Anita P. (2006): Handlungsvorschläge für einen nicht-binären Umgang mit Geschlecht. S. 1. http://www.uni-graz.at/kffwww/geschlecht_didaktik/moerth.pdf [Stand 03.06.07]
[2] MÖRTH 2006, ebenda S. 3.
[3] Als ‚Left-Overs Positionen’ werden jene Haltungen bezeichnet, die nicht in das vorherrschende Schema des Normalen passen.
[4] MÖRTH 2006 ebenda S. 4.
[5] MÖRTH 2006 ebenda S. 4.

Mittwoch, März 21, 2007

Link-Tipps

http://www2.gender.hu-berlin.de/gendermediawiki/index.php/Hauptseite
„Das Gender@Wiki soll als ein virtueller Diskussionsraum bzw. als Onlineplattform eines Kommunikationsnetzwerkes genutzt werden, in dem der Austausch von Fachinformationen unter Berücksichtigung der für die Geschlechterforschung zentralen Kennzeichen (Kategorie Geschlecht, Inter- bzw. Transdisziplinarität, Wissenschaftskritik, Wissenstransfer in die Praxis) möglich ist.“

http://www.gender.de/mainstreaming/GenderManifest01_2006.pdf
Gender Manifest

http://www.wien.gv.at/ma57/sprache/
„Eine Sprache für Frauen und MännerSprache ist eines der wesentlichsten Ausdrucksmittel in unserer Gesellschaft. Sie trägt unsere Kommunikation, vermittelt Werte und Normen und ist Abbild unserer sozialen Realität. Frauen sind jedoch in unserer Sprache großteils unsichtbar und unhörbar. Damit sich das ändert, stellt die Frauenabteilung (MA 57) ein interaktives Angebot zum geschlechtergerechten Formulieren zur Verfügung“

http://scholar.google.at/
Dokumentensuche

Anmeldung

Vergessen Sie nicht:

Um nach Abschluss der Lehrveranstaltung eine Benotung zu bekommen, müssen Sie sich unter https://online.uni-graz.at/kfu_online/webnav.ini anmelden!

Besten Gruß,
Anita Thaler


"Anmeldeschluss" ist der 27. 4. 2007. Abmelden können sich sich bis 31.5.2007.

Montag, März 19, 2007

Referate: Termine + Literaturquellen

29.3. Experiment (Zimmermann + Schneeberger):
Jutta Rothmund & Brigitte Scheele: „Personenbezeichnungsmodell auf dem Prüfstand“ –Lösungsmöglichkeiten für das Genus-Sexus-Problem auf Textebene. In: Zeitschrift für Psychologie, 212 (1), 40-54. Göttingen: Hogrefe Verlag 2004.

29.3. Beobachtung (Schützenberger + Hofer):
Heike Wiesner. Förderung von Chancengleichheit im schulischen Bildungsbereich http://dimeb.informatik.uni-bremen.de/documents/artikel.2004.Wiesner.chancen.pdf
In diesem Artikel geht es um die Durchführung von Workshops und deren Begleitung. Diese Begleitung besteht aus Beobachtungen, aber auch Interviews etc. Versuchen Sie in Ihrem Referat vor allem auf die Rolle der Beobachtung in diesem Artikel einzugehen (z.B. auch die den Interviewaussagen zugrundeliegenden Beobachtungen). Worin besteht der Unterschied zwischen Beobachtungen (z.B. im Alltag) und wissenschaftlichen Beobachtungen? Wie kann die wissenschaftliche Güte gewährleistet werden?

26.4. Fokus Gruppen (Kink, Käfer, Prietl):
Nina Degele (2004). „Schön mache ich mich für mich“ – Schönheitshandeln als erfolgsorientiertes Handeln. In: http://www.soziologie.uni-freiburg.de/degele/material/pub/schHandeln.pdf

26.4. Komparatistische Analyse (Wicher + Zechner):
Wächter Christine: Interdisciplinary Engineering Education – An Opportunity for more Gender-Inclusiveness? In: Proceedings of the Fourth European Conference on Gender Equality in Higher Education, 31. 8.-3. 9. 2005, Oxford Brookes University, Oxford (CD-Rom).
Download über: http://www.ifz.tugraz.at/index.php/article/articleview/1130/1/6

3.5. Medienanalyse (Kogler + Stelzer):
Friedemann Schindler (1996). Von Super Mario und Super Marion. Geschlechtsrollen in Computer- und Videospielen. In: http://snp.bpb.de/index.html

3.5. Biographische Interviews (Pieber):
Robert W. Conell (2000). Der gemachte Mann. Konstruktion und Krise von Männlichkeiten. Leske + Budrich, Opladen.
--> Buch in der UB entlehnbar
Da es sich bei der Grundlage dieses Referatsthemas um ein Buch handelt, ist es wichtig sich auf die Methode zu konzentrieren, gehen Sie nicht zu ausführlich auf den Inhalt ein (z.B. max. 1 Fallanalyse vorstellen).

31.5. ExpertInneninterview (Holmes, Schreiner, Pimminger):
Angelika Wetterer, Margot Poppenhusen, Anja Voss: Mädchen und Frauen bei der Freiwilligen Feuerwehr. Forschungsbericht. Hannover & Graz 2006. In: http://www.bmfsfj.de/Publikationen/feuerwehr/01-Redaktion/PDF-Anlagen/gesamtdokument,property=pdf,bereich=feuerwehr,rwb=true.pdf

31.5. Tagebuchanalyse (Vogl, Hofer, Glettler):
David Huffaker, B.A (2004). GENDER SIMILARITIES AND DIFFERENCES IN ONLINE IDENTITY AND LANGUAGE USE AMONG TEENAGE BLOGGERS In: http://www8.georgetown.edu/cct/thesis/davidhuffaker.pdf

Donnerstag, März 15, 2007

Basis-Artikel

Bitte
1.) lesen Sie bis zum nächsten Termin folgenden Artikel:
http://www.soziologie.uni-freiburg.de/Personen/degele/material/pub/Mutti_spuelt.pdf

2.) Fassen Sie den Artikel kurz zusammen (ca. 300 Wörter) und überlegen Sie sich ausgehend von interessanten/diskussionswürdigen Passagen 2-3 Diskussionsbeiträge (Kommentare) bzw. Fragen, um darüber am 22. März 2007 zu diskutieren.

Und 3.) schicken Sie die Kurzzusammenfassung bis spätestens 21. März an mich:
thaler@ifz.tugraz.at

Viel Vergnügen beim lesen!
Anita Thaler

Herzlich Willkommen

Herzlich Willkommen beim lehrveranstaltungsbegleitenden Weblog "Methoden der Geschlechterforschung",

auf dieser Webseite erhalten Sie Literaturhinweise, allgemeines Tipps, Termine etc.

Viel Spaß beim Stöbern und Nachlesen,
Anita Thaler

Termine im SS 2007 - Achtung Änderungen!

Vorbesprechung: 15. März 2007, 16.00 Uhr

Termine:
22./29. März,
26. April,
3./31. Mai,
14. Juni

jeweils 16.00 – 19.00 Uhr

Referate: Themen und Literaturquellen

Experiment
Jutta Rothmund & Brigitte Scheele: „Personenbezeichnungsmodell auf dem Prüfstand“ –Lösungsmöglichkeiten für das Genus-Sexus-Problem auf Textebene. In: Zeitschrift für Psychologie, 212 (1), 40-54. Göttingen: Hogrefe Verlag 2004.


ExpertInneninterview
Angelika Wetterer, Margot Poppenhusen, Anja Voss: Mädchen und Frauen bei der Freiwilligen Feuerwehr. Forschungsbericht. Hannover & Graz 2006. In: http://www.bmfsfj.de/Publikationen/feuerwehr/01-Redaktion/PDF-Anlagen/gesamtdokument,property=pdf,bereich=feuerwehr,rwb=true.pdf


Fokus Gruppen (Gruppendiskussionen)
Nina Degele (2004). „Schön mache ich mich für mich“ – Schönheitshandeln als erfolgsorientiertes Handeln. In: http://www.soziologie.uni-freiburg.de/degele/material/pub/schHandeln.pdf


Komparatistische Analyse
Wächter Christine: Interdisciplinary Engineering Education – An Opportunity for more Gender-Inclusiveness? In: Proceedings of the Fourth European Conference on Gender Equality in Higher Education, 31. 8.-3. 9. 2005, Oxford Brookes University, Oxford (CD-Rom). Download über: http://www.ifz.tugraz.at/index.php/article/articleview/1130/1/6

Beobachtung
Heike Wiesner. Förderung von Chancengleichheit im schulischen Bildungsbereich http://dimeb.informatik.uni-bremen.de/documents/artikel.2004.Wiesner.chancen.pdf In diesem Artikel geht es um die Durchführung von Workshops und deren Begleitung. Diese Begleitung besteht aus Beobachtungen, aber auch Interviews etc. Versuchen Sie in Ihrem Referat vor allem auf die Rolle der Beobachtung in diesem Artikel einzugehen (z.B. auch die den Interviewaussagen zugrundeliegenden Beobachtungen). Worin besteht der Unterschied zwischen Beobachtungen (z.B. im Alltag) und wissenschaftlichen Beobachtungen? Wie kann die wissenschaftliche Güte gewährleistet werden?

Medienanalyse
Friedemann Schindler (1996). Von Super Mario und Super Marion. Geschlechtsrollen in Computer- und Videospielen. In: http://snp.bpb.de/index.html

Tagebuchanalyse
David Huffaker, B.A (2004). GENDER SIMILARITIES AND DIFFERENCES IN ONLINE IDENTITY AND LANGUAGE USE AMONG TEENAGE BLOGGERS In: http://www8.georgetown.edu/cct/thesis/davidhuffaker.pdf

Biographische Interviews
Robert W. Conell (2000). Der gemachte Mann. Konstruktion und Krise von Männlichkeiten. Leske + Budrich, Opladen.
--> Buch in der UB entlehnbar
Da es sich bei der Grundlage dieses Referatsthemas um ein Buch handelt, ist es wichtig sich auf die Methode zu konzentrieren, gehen Sie nicht zu ausführlich auf den Inhalt ein (z.B. max. 2 Fallanalysen vorstellen).

Freitag, Januar 12, 2007

Neue Lehrveranstaltung im SS 2007 an der Uni Graz

Auch im kommenden Sommersemester biete ich wieder das Seminar "Methoden der Geschlechterforschung" an.

Die Termine:
Vorbesprechung: 15. März 2007, 16.00 Uhr
Weitere Termine: 22. März, 26. April, 3./10./31. Mai, 14. Juni:
jeweils 16.00 – 19.00 Uhr

Ich freue mich schon auf gute Diskussionen und interdisziplinären Wissensaustausch,
Anita Thaler

Mittwoch, Juli 26, 2006

Aufwand von Forschungsmethoden

In einem Punkt sind sich meine Studierenden (Sie!) sich bezüglich der unterschiedlichsten Forschungsmethoden einig: Forschung erfordert viel Zeit und meistens auch Geld.

Welche Forschungsmethode nun jedoch am meisten Aufwand beansprucht, darüber sind die AutorInnen der Seminararbeiten sich uneins:

"Erstens bedeutet es einen großen Zeitaufwand solche Untersuchungen durchzuführen. Auch muss man den finanziellen Aspekt bedenken, der ebenfalls nicht unerheblich ist." (Zitat Froihofer/Gaugl).

"Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass die Methode der biografischen Interviews ein wirklich äußerst aufwendiges Verfahren darstellt, das aber vor allem in Bezug auf explorative Studien sehr viel Sinn macht." (Zitat Duque, Jager).

"Die Methode der Analyse von lebensgeschichten ist in den Sozialwissenschaften sowohl eine der ergiebigsten als auch der zeitintensivsten." (Zitat Gröbl/Sailer/Steinwidder).

"Es konnte sicherlich gezeigt werden, wie zeitaufwendig diese Methode ist und welche Konzentration es vom Forschenden abverlangt, den Text wortgenau zu analysieren." (Zitat Kremsl/Scheer).

"Wie mittlerweile klar geworden ist, ist das Tagebuch aufgrund seiner Komplexität und seinem Aufwand kein leicht anzuwendendes Instrument, ..." (Zitat Hofstätter).

Schlussendlich werden Sie alle im Rahmen Ihrer wissenschaftlichen Abschlussarbeiten bemerken (oder haben das bereits festgestellt), dass selbstverständlich jede Forschungsarbeit Arbeit ist und macht. Dass aber auch der Aufwand relativ gesehen werden muss. Nicht jedes Forschungsprojekt muss riesig angelegt werden, kleine Forschungsprojekte können genauso gute Qualität und somit einen Erkenntnisgewinn liefern. Wichtig ist das Interesse am Thema und die Freude am "Wissen schaffen".