Dieser Blog begleitet die Studierenden des Seminars "Methoden der Geschlechterforschung" und soll vor allem dem Austausch von Informationen zur Lehrveranstaltung und Weitergabe von Webtipps dienen.
Mittwoch, März 26, 2008
Zusammenfassung von "Jo Reichertz: Zur Gültigkeit von Qualitativer Sozialforschung“ von Elisabeth Kunz
"Der Soziologe und Kommunikationsforscher Jo Reichertz beschäftigt sich in der Schrift „ Zur Gültigkeit von Qualitativer Sozialforschung“ mit der Frage nach der Ermittlung der Argumente und Verfahren, die in Äußerungen von WissenschaftlerInnen benutzt werden, um die Gültigkeit ihrer Aussagen gegenüber der (Fach-)Öffentlichkeit aufzuweisen. Das Ziel ist es, daraus symbolisches genauso wie natürliches oder besser gesagt vor allem ökonomisches Kapital zu schlagen.
Reichertz erwähnt in seinem Text vier Methoden zur Begründung von Gültigkeit (Validität), nämlich die Absicherung mit Hilfe des Hinweises auf eine Autorität, mit Hilfe des Gebrauchs der Vernunft, mit Hilfe der Inanspruchnahme persönlicher Hellsichtigkeit und mittels eigener empirischer Forschung.
Diese vier Verfahren sind Ergebnis der (Re-)konstruktion von Idealtypen.
Die erste Methode hat eine sehr lange Tradition und kann ihre religiöse Abstammung nicht verleugnen.
Sehr lange wurde die Gültigkeit von Aussagen mit Hilfe von Büchern bekannter Autoritäten, wie Aristoteles und andere griechische Autoren, geprüft.
Diese Methode ist auch heute noch in vielen Ebenen wissenschaftlicher Auseinandersetzung zu finden.
Auch die zweite Methode ist religiösen Ursprungs. Hier geht es um eine bestimmte Art des Philosophierens, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie den Gebrauch der Vernunft oder des Verstandes impliziert.
Wichtig ist hierbei, dass die Vernunft als göttliche Gabe und Werkzeug gedeutet wird.
An die dritte Methode wird die Genialität der WissenschaftlerInnen gebunden.
Letztlich wieder eine „Gabe Gottes“ wird die Validität gekoppelt an die Kreativität und an die Fähigkeit Neues zu entdecken.
Mit dem Aufkommen des Empirismus, die vierte Methode, kommt als Argument zur Begründung von Gültigkeit die Beobachtung auf. Diese gilt seither als sicherste und beste Methode zur Erlangen von gültigen Aussagen.
Menschen orientieren sich meistens an gesellschaftlichen Ordnungen, die sich permanent im Wandel befinden und die zudem „subkulturell fragmentiert“ sind.
Somit können diese Ordnungen nur lokal gelten und ändern sich stetig.
Reichertz spricht in Folge von der Notwendigkeit von Ungenauigkeiten.
Mit „Ungenauigkeiten“ kommt man in der Regel schneller voran, als mit absoluter Gewissheit, da wenn diese eintritt, man nicht mehr bereit ist weiter zu gehen, sondern genau auf diesem Punkt verharren wird. Ungenauigkeit wird somit nicht als Not, sondern aus Tugend gesehen.
Menschen neigen, laut dem Autor, stark zu qualitativen Induktionen.
Ein/e WissenschaftlerIn muss an folgenden Überzeugungen festhalten:
Fiktive Deutungen sind sehr wichtig. Diese sind Imaginationen von Behauptungen, die wenn sie zuträfen, Sinn machen.
Wissenschaftliche Urteile können mit Hilfe von „wahr/falsch“ bewertet werden.
Alle Urteile und Deutungsroutinen müssen einem systematischen Zweifel unterzogen werden. Dies ist der Kern von Forschung.
Subjekte handeln nicht zwanghaft nur auf Grund von äußeren Einflüssen.
Für die Sozialforschung ist wichtig, die Bedeutung nachzuzeichnen, die das Handeln für den Handelnden hatte.
Die Arbeit des/der ForscherIn besteht darin, bei der Beobachtung und Darstellung die in seiner wissenschaftlichen Kultur vorhandenen Deutungen von Welt zu verflüssigen.
Die hermeneutische Deutung von Daten ist als Versuch zu werten, eine singuläre und vielleicht auch neue Erfahrung an den bereits bestehenden Kosmos weiter auszuweiten.
Auf unterschiedliche Weise gehen reflexive WissenssoziologInnen mit der Perspektivengebundenheit und dem Gültigkeitsanspruch, dem sie nicht abschwören wollen oder können, um.
Die Wissenssoziologie kann nicht mehr problemlos von der Gültigkeit ihrer Aussagen sprechen. Dies ist ein Problem, für dessen Lösung drei unterschiedliche Großstrategien entwickelt wurden.
Die erste Strategie, „ Begründung durch persönliches Charisma“ genannt, bezieht sich darauf, dass die entscheidende Erkenntnis als genialer Akt zu sehen ist, der von keiner/m anderen vollbracht werden konnte.
Also wird dem Charisma der Person die Gültigkeit zu geschrieben.
Die zweite Strategie, bezeichnet als „ Begründung durch Verstand“, versucht die Ergebnisse mit Hilfe von spezifischen Verfahren zu beweisen.
Nicht mehr die Genialität der WissenschaftlerInnen, sondern die wissenschaftlich etablierten Methoden sollen die Gültigkeit hervorbringen.
Innerhalb dieser Strategie finden sich drei Varianten: die Rechtfertigung mit Hilfe der Methode der phänomenologischen Reduktion, die Rechtfertigung mit Hilfe des Verfahrens der Methoden-Triangulation und die Rechtfertigung mit Hilfe der Methode „datengeschützte Perspektivenkonstruktionen“.
Ziel der ersten Variante, die vor allem von Vordenkern der Wissenssoziologie verwendet wurde, ist es, den „sozialen Schleier“ wegzuziehen und damit die Dinge selbst sichtbar zu machen. Soll heißen, dass man versuchen soll, bei der Welterkenntnis möglichst Abstand von sozialer Einkleidung und historischen Kontexten zu nehmen, bzw. diese zu reduzieren.
Die zweite Variante versucht die Erkenntnis von der wissenschaftlichen Perspektivität produktiv zu nutzen: die qualitativen Verfahren werden mit quantitativen ergänzt, die Feldstudien mit Interviews und Fragebögen, die Interaktionsanalyse mit Experiment und Beobachtung.
Die letzte und scheinbar auch „realistischste“ Variante, bezieht sich auf die Sequenzanalyse.
Die dritte Strategie „Begründung durch den wissenschaftlichen Diskurs“ besteht darin, die Vielfältigkeit von Berufsgruppen zu nutzen.
Somit wird der so genannte „innerwissenschaftliche Diskurs“ wichtig.
Weder die eigene Genialität, noch die Verfahren bringen die Erkenntnis, sondern die Gruppe wird wichtig. Somit wird die Perspektivenvielfalt einer Professionsgruppe verwendet, um auf die Erkenntnis zu kommen.
Reicherzt schildert die aktuelle, scheinbar eher schlechte Situation der Methoden- und Methodologiedebatte und nennt einige Gründe, die seiner Meinung nach dazu beitragen, dass die Debatte nicht mehr so honoriert wird.
Zum einen nennt er das Problem, dass wissenschaftliche Schriften seit den sechziger Jahren nicht mehr nur hauptsächlich für FachkollegInnen publiziert werden, sondern auch für Laien. Somit muss in Folge auf langatmige und schwierige Erklärungen verzichtet werden. Das Gros der Bevölkerung, bzw. der LeserInnen interessiert sich für das „Was“, also für das Resultat der wissenschaftlichen Forschung und viel weniger für das „Wie“.
Als weiteren Punkt nennt der Autor die Medien und deren zunehmende Wichtigkeit.
Denn auch hier gilt es schnelle, kurze, neue und interessante Deutungen der Welt zu zeigen und man verzichtet auf lange Ausschweifungen und Erklärungen.
Von Interesse scheinen nur exotische Themen, außergewöhnliche Erkenntnisse und ein ästhetisch ansprechender Stil zu sein.
Weiters beschäftigt sich Reichertz mit der Wissenschaftsfinanzierung, die laut ihm, seit zwei Jahrzehnten auf ca. dem gleichen Level stehen geblieben ist.
Dadurch wird ein größerer Konkurrenzdruck zwischen den WissenschaftlerInnen aufgebaut, und für den Autor stellt sich mehr oder minder Hand in Hand die Frage nach neuen Beurteilungskriterien der wissenschaftlichen Forschung.
Der Autor befürchtet bei dieser Entwicklung, dass die Theoriebildung als auch die Methodenentwicklung ins Hintertreffen gelangen könnten und nur mehr das Anwenden von Methoden praktiziert wird.
Den Abschluss bildet die Überlegung, wie qualitative vor allem aber wissenssoziologisch informierte Sozialforschung überleben kann.
Er kommt zu dem Schluss, dass dies nur mit Hilfe eines Ausbaus der bereits vorhanden Grundlagentheorien, Methodologie und Methoden möglich ist.
Auch die Frage nach Gütesicherung wird immer wichtiger werden, soll aber immer mit dem Hintergrund betrachtet werden, dass alle Arten von Gütekriterien das Ergebnis von gesellschaftlichen Konstruktionsprozessen sind."
Donnerstag, März 13, 2008
Inhalt des Referates bzw. der Seminararbeit
Folgende Punkte müssen in jedem Referat bzw. in jeder Seminararbeit behandelt werden:
1. Darstellung des Inhalts des Artikels
2. Darstellung der Methode (Einsatzgebiet, Ablauf)
3. Kritische Analyse (Vor- und Nachteile der Methode allgemein und in bezug auf den Artikel-Inhalt) – ziehen Sie dazu unbedingt Methoden-Literatur hinzu.
4. Güte der Forschungsmethode (Wie kann bei dieser Methode gewährleistet werden, dass die Ergebnisse aussagekräftig sind bzw. die Forschung qualitativ durchgeführt wurde?)
5. Welchen Einfluss kann das Geschlecht der ForscherInnen bei Anwendung dieser Methode haben? Wie kann mit diesem Einfluss umgegangen werden (bezügl. Güte der Forschungsmethode)?
6. Entwicklung von eigenen Forschungsfragen, die mit dieser Forschungsmethode (zum Themenkreis Geschlechterforschung) bearbeitet werden können.
à 30-40 min.
7. Zwei Variationsmöglichkeiten:
a. Darstellung eines weiteren selbstgefundenen Artikels zu dieser Forschungsmethode (aus dem Themenfeld der Geschlechterforschung)oder
b. Beantwortung der selbst gestellten Forschungsfragen durch exemplarische Verwendung der referierten Forschungsmethode (Bsp. 1 Interview mit einer Person beim Thema „Interview“)
8. Übungsteil für das Referat (Überlegen Sie sich eine Möglichkeit, wie Sie ihre StudienkollegInnen aus dem Seminar mit ihrem Referatsthema aktivieren können.)
à 30-40 min.
Referatsthemen
Referatsthemen
1. Fokus Gruppen (Gruppendiskussionen) – 02.04.2008: Hagmann Philipp Bastian & Schmidt Paula
Straub, Ingo (2006). Medienerfahrungen und Männlichkeitskonstruktionen. Ergebnisse einer rekonstruktiven Jugendstudie. In: http://www.medienheft.ch/kritik/bibliothek/k25_StraubIngo.pdf [27. 2. 2008]
· In dieser Studie wurde speziell das Phänomen Peer-Group herausgearbeitet, um geschlechtshomogen-männliche, jugendkulturelle Szenen im Bereich der Mediensozialisation zu interpretieren.
2. Fragebogenuntersuchung – 02.04.2008: Lohnegger Eva & Pölzl Bernhard
Barbara Buchegger & Christoph Kaindl (2000). n-gen. Nutzung neuer Medien durch Wiener Jugendliche. In: http://www.netbridge.at/dloads/ngenstudie.pdf [9. 2. 2008]
· Der Geschlechterfokus ist nicht ausdrücklich explizit, es wurden aber Geschlechterunterschiede miterhoben. In wie weit könnte man den „Faktor Geschlecht“ evtl. anders einbeziehen? Und inwiefern sind manche geschlechtsspezifischen Ergebnisse evtl. durch die Art der Fragen bzw. einen speziellen Themenfokus beeinflusst?
3. Beobachtung – 09.04.2008: Guntschnig Angela & Maier Katrin
Feil, Christine & Decker, Regina (2004). Erhebungsinstrumente zur Beobachtung des Umgangs von Kindern mit dem Internet. In: http://www.dji.de/bibs/116_1764_erhebungsinstrumente.pdf [9. 2. 2008]
4. Interview – 09.04.2008: Glatz Alexandra & Resch Romana
Dinzer, Sybille (2005). Gender and the City. Medienrezeption und Geschlecht. Eine qualitative Rezeptionsstudie der US-Serie Sex and the City. In: http://www.cultiv.net/cultranet/1166966863MA_Dinzer.pdf [27. 2. 2008]
· Da es sich bei der Grundlage dieses Referatsthemas um eine Diplomarbeit handelt, ist es wichtig sich auf die Methode zu konzentrieren, und den Inhalt nur überblicksmäßig bzw. mit einem bestimmten Schwerpunkt vorzustellen.
5. Komparatistische Analysen
5 a Zeitgeschichtlicher Vergleich – 23.04.2008: Kern Ronald & Kragl Christine
Spitzer, Brenda L., Henderson, Katherine A. & Zivian, Marilyn T. (1999). Gender Differences in Population Versus Media Body Sizes: A Comparison over Four Decades In: Sex Roles, Vol. 40/7, S. 545-565. Link: http://www.springerlink.com/content/w126r0485527507m
5 b Ländervergleich – 23.04.2008: Enzmann Magdalena & Kunz Elisabeth
Le Feuvre, Nicky (2005). Zur Feminisierung von Berufen in vergleichender Perspektive. In: Gilbert Achcar, Dagmar Simon, Mechthild Veil (Hg.). Arbeitsmarkt, Wohlfahrtsstaat, Familienpolitik und die Geschlechterfrage – deutsch-französische Konvergenzen und Divergenzen. Berlin: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Verfügbar über: http://skylla.wz-berlin.de/pdf/2005/p05-007.pdf#page=5 [18. 1. 2008]
6. Museumsanalyse – 30.04.2008: Lai Marie-Anne Caroline & Reinprecht Viktoria Carina
Muttenthaler, Roswitha & Wonisch, Regina (1999). "Das inszenierte Geschlecht" – Umformulierungen, Abwesenheiten und phantasmatisches Begehren in Museen und Ausstellungen In: Christina Lutter und Elisabeth Menasse-Wiesbauer (Hg.): Frauenforschung, feministische Forschung, Gender Studies: Entwicklungen und Perspektiven. Wien: Materialien zur Förderung von Frauen in der Wissenschaft. Bd. 8, S.275-312.
- Buch in der UB entlehnbar
7. Biographieforschung – 30.04.2008: Huber Sandra & Stockinger Sabine Maria
Thon, Christine (2005). „Ich war nie benachteiligt. Und kam mir auch nie so vor.” Biographische Konstruktion von Geschlecht und Deutungskonzepte zum Geschlechterverhältnis In: Christine Thon, Daniela Rothe, Paul Mecheril, Bettina (Hg.). Qualitative Forschungsmethoden im erziehungswissenschaftlichen Studium. Bielefeld. Verfügbar über: http://bieson.ub.uni-bielefeld.de [25. 2. 2008]
Güte qualitativer Forschung
Zwei Leseempfehlungen dazu:
Reichertz, Jo (2000) .Zur Gültigkeit von Qualitativer Sozialforschung:
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-00/2-00reichertz-d.pdf
Steinke, Ines (2003). Gütekriterien qualitativer Forschung. In: Uwe Flick, Ernst von Kardoff und Ines Steunke (Hg.). Qualitative Forschung. Ein Handbuch. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt.
Mittwoch, März 12, 2008
Basis-Methoden-Literatur-Liste
(Auswahl)
Allemann-Ghionda, Cristina (2004). Einführung in die Vergleichende Erziehungswissenschaft. Weinheim, Basel: Beltz.
Becker, Ruth & Kortendiek, Beate (Hrsg., 2004). Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.
Behnke, Cornelia & Meuser, Michael (1999). Geschlechterforschung und qualitative Methoden. Opladen: Leske + Budrich.
Buchen, Sylvia, Hefferich, Cornelia & Maier, Maja S. (Hrsg., 2004). Gender methodologisch. Empirische Forschung in der Informationsgesellschaft vor neuen Herausforderungen. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.
Flick, Uwe, von Kardoff, Ernst & Steinke, Ines (2003, Hg.). Qualitative Forschung. Reinbeck bei Hamburg: rororo.
Roth, Erwin & Holling, Heinz (Hrsg., 1999). Sozialwissenschaftliche Methoden. Lehr- und Handbuch für Forschung und Praxis. München, Wien: Oldenburg Verlag.
Montag, März 10, 2008
Draw a Scientist
falls Sie diesen Blogeintrag vor dem nächsten Seminar-Termin (12.3.) lesen, dann bringen Sie bitte ein Blatt Papier mit und erfüllen Sie darauf folgende kleine Aufgabe:
"Draw a scientist!"
- Da wir leider gestern keine Zeit dafür gehabt haben, gibt es dazu den folgenden Lesetipp:
Steinke, Jocelyn, Lapinski, Maria, Crocker, Nikki, Zietsman-Thomas, Aletta, Williams, Yaschica, Higdon, Stephanie & Kuchibhotla, Sarvani (2006). Assessing Media Influences on Middle School-Aged Children’s Perceptions of Women in Science and Engineering – Using the Draw-A-Scientist Test (DAST). In: Proceedings of the 2006 WEPAN Conference, Copyright 2006, WEPAN-Women in Engineering Programs and Advocates Network. Available at: http://www.x-cd.com/wepan06/pdfs/31.pdf [17. 2. 2008]
Mittwoch, März 05, 2008
Vollständiger Artikel von Regine Gildemeister
falls Sie in der Lehrveranstaltung eine unvolsltändige Kopie des zu lesenden Artikels bekommen haben, dann downloaden Sie sich den vollständigen bitte hier:
http://www.ifz.tugraz.at/educate/Gildemeister.pdf
Bis zum nächsten Mal,
Anita Thaler
1. Aufgabe: Zusammenfassung bis 11. 3. 2008
als Einstieg ins Thema lesen Sie bitte zunächst folgenden Artikel:
Gildemeister, Regine (2003). Geschlechterforschung (gender studies). In: Uwe Flick, Ernst von Kardoff & InesSteinke (Hg.). Qualitative Forschung. Reinbeck bei Hamburg: rororo, S. 213-223.
Fassen Sie das Wichtigste des Artikels kurz und prägnant zusammen (ca. 250 Wörter) und überlegen Sie sich 3 Diskussionsfragen dazu.
Senden Sie Ihre Zusammenfassung plus Diskussionsfragen bis spätestens 11. März 2008 an
thaler@ifz.tugraz.at
Bis zum nächsten Mal,
Anita Thaler
Ablauf Sommersemester 2008
Folgende Blocktermine jeweils Mi16.00 – 19.00 Uhr:
12. März: Einführung in die Methoden der Geschlechterforschung
2. April: Referate, Übungen, Diskussionen
9. April: Referate, Übungen, Diskussionen
23. April: Referate, Übungen, Diskussionen
30. April: Referate, Übungen, Diskussionen + Abgabetermin für schriftliche Seminararbeiten
21. Mai: "Peer Review"
Mittwoch, Dezember 05, 2007
Neue Termine für das Sommersemester 2008
LV-Termine: 12. März, 2./9./23./30. April, 21. Mai 2008: jeweils Mi16.00 – 19.00 Uhr
Ort: Seminarraum des IFZ Schlögelgasse 2, 8010 Graz
(www.ifz.tugraz.at/educate)
Donnerstag, Juni 14, 2007
Peer Review
Bitte lesen Sie die beiden Seminararbeiten Ihrer KollegInnen durch (im Team oder alleine, je nachdem wie Sie Ihre Seminararbeit verfasst haben) und notieren Sie sich relevante Punkte als Feedback. Dieses Feedback ist die Grundlage der Kleingruppendiskussionen am 14. 6. 2007 und soll den KollegInnen die Möglichkeit bieten, deren Arbeiten – im Bedarfsfall – noch verbessern zu können. Gleichzeitig sollen Sie durch das systematische analysieren anderer schriftlicher Seminararbeiten aus der LeserInnenperspektive einen Blick dafür bekommen, welche Kriterien zur formalen Lesbarkeit und auch zur inhaltlichen Qualität beitragen können.
Als Anregung ein paar Fragen, die ich beim Lesen von Seminararbeiten beachte (nur ein Ausschnitt, Ihnen fallen sicherlich auch noch weitere ein):
Entspricht die Arbeit den formalen Kriterien?
* Werden alle vorgegebenen Themen behandelt?
* Werden Quellen ordnungsgemäß zitiert?
* Ist das Literaturverzeichnis vollständig?
* Ist die Sprache geschlechtergerecht oder geschlechtsneutral?
* ...
Ist die Arbeit inhaltlich verständlich und logisch verfasst?
* Wird die zu beschreibende Methode ausreichend erklärt?
* Ist der eigene gedankliche Anteil an der Seminararbeit zu erkennen?
* ...
Zusammenfassung von Biancan Prietl
„How the web became a sexists’ paradise“[1] von Jessica Valenti
In diesem Beitrag führt Valenti, selbst Feministin und Opfer von sexistischen Übergriffen im Internet, die drastische Zunahme von „Akten“ der Frauenfeindlichkeit im World Wide Web aus. Während Männer wie Frauen „Online-Belästigungen“ ausgesetzt sind, ist doch eine vermehrte Bedrohung gegen weibliche Web-Benutzerinnen zu erkennen, die diese nicht selten um ihr Leben fürchten lässt.
Valenti berichtet eingangs von den Erfahrungen einer bekannten Software Programmiererin und Java Expertin, Kathy Sierra, die nach Todesdrohungen und Beschimpfungen auf ihrer Homepage, sowie bedrohenden und erniedrigenden Fotomontagen von ihr auf anderen Internetseiten, erzählt, sie habe Angst ihren Garten zu verlassen und öffentliche Reden absagte.
Sierra ist nicht alleine, sich mit solchen Attacken konfrontiert zu sehen. Todesdrohungen, Hassreden und Beschimpfungen gegenüber weiblichen Internetnutzerinnen verbreiten sich immer mehr, was im Gegensatz zur ursprünglichen Philosophie des Internets steht. Gleichsam utopisch klingt heute die Idee vom Internet als neuen, egalitären öffentlichen Raum, wo Männer wie Frauen, gleich ihrer Rasse und Sexualität, einander ohne Vorurteile begegnen können. Es sollte, laut Marwick, selbst postgraduierter Student in Kultur und Kommunikation, die Befreiung von den Körpern und den damit assoziierten Vorurteilen bringen.
Besonders bedenklich ist die breite Akzeptanz dieser Praktiken, während Belästigungen von Frauen auf der Straße beispielsweise als unangebracht verurteilt werden. Online scheint sexuelle Belästigung jedoch toleriert, sogar befürwortet zu werden, wenn man betrachtet, dass solche Attacken auf Frauen hunderte Besucher auf diese Internetseite locken. Marwick erklärt weiters, dass Menschen die Möglichkeit sehen eine Online-Umwelt zu schaffen um ihre rassistischen, homophoben und sexistischen Reden ausdrücken zu können, die in der Öffentlichkeit nicht mehr akzeptiert wären. Andere argumentieren, dass die größere Sichtbarkeit im Internet durch eigene Homepages oder Webspaces, dazu führt, dass Belästigungen im Netz erwartet und auch akzeptiert werden müssen. Gleichzeitig gibt es die Tendenz, die Opfer von Belästigungen selbst für schuldig zu erklären, vor allem wenn sie in der Öffentlichkeit stehen und sich dort präsentieren. Jedoch besagt eine Studie der Universität von Marylang, dass auch Frauen, die weder ein Foto noch ihren wahren Namen im Internet preisgeben, mit einer 25 Mal höheren Wahrscheinlichkeit Belästigungen ausgesetzt sind, sobald nur ihr Geschlecht aufscheint.
Valenti weist überdies darauf hin, dass auch die diskriminierenden Folgen von Online-Drohungen bedacht werden sollten, wenn diese Frauen von der Nutzung des Internets abhalten.
Mit Kampagnen wie „stop cyberbullying“ wehren sich Frauen gegen diese Anschläge und verlangen unbekümmerte Freiheit in öffentlichen Plätzen – so auch dem Internet.
[1] Vgl. Valenti, Jessica (2007): « How the web became a sexists’ paradise » , in: The Guardian, 6. April, 2007: http://www.guardian.co.uk/g2/story/0,,2051394,00.html [13.6.2007].
Montag, Juni 11, 2007
Zusammenfassung von Elke Pieber
Bei der Auseinandersetzung mit der Geschlechterkategorie „[…] besteht jedoch ständig die Gefahr, die Konstruktion selbst zu verfestigen und zu verstärken“.[1]
In den ersten drei Abschnitten werden allgemeine theoretische Grundlagen und Varianten der Konstruktion von Geschlecht verschiedener TheoretikerInnen vorgestellt. Hierbei auszugsweise erwähnt seien Erving Goffman (2001) mit der Herstellung von Geschlecht als interaktives Handeln, Harold Garfinkel (1984) mit Studien zur Wichtigkeit der eindeutigen Zuordnung zu einem der beiden Geschlechter und Gesa Lindemann (1993) mit der Kategorie Geschlecht als gesellschaftliches und soziales Phänomen.
Um ein Gesellschaftssystem möglichst stabil zu halten zeigt MÖRTH zwei verschiedene systemerhaltende Strategien auf: Die Erfindung eines ‚Anderen’ und die Unsichtbarmachung des Anderen. Einerseits wird hierbei versucht, das zum Normalen Gemachte zu legitimieren, andererseits sollen jene Menschen, die widersprüchliche Merkmale aufweisen in die Nichtexistenz verschwinden.[2]
Im Gegensatz dazu versucht zum Beispiel die Queer Theory gerade die ausgegrenzten Positionen in die Geschlechterkonstruktionen einfließen zu lassen. Genannt seien hierbei Sabine Hark (1996, 2001) und Annette Schlichter (2003) mit ‚Left-Overs Positionen’[3], Judith Butler (1991) mit dem Wechseln des Geschlechts in Performances und Braidotti (1994) mit der bewussten Konstruktion der eigenen Identität als etwas veränderbares Nicht-Festgelegtes und Widersprüchliches.[4]
„Diese diskursiven Unorte werden positiv umgekehrt und als neue Arten von Kommunikation und Gegenpraktiken verstanden“.[5] Auf diese Weise entstehen neue Handlungsspielräume und Gegendiskurse.
Die folgenden fünf Abschnitte widmen sich der praktischen Umsetzung der theoretischen Erkenntnisse vor allem im universitären Unterricht.
MÖRTH stellt in Folge Richtlinien für Geschlechter-Dekonstruktion als Prinzip in Unterrichtssituationen vor.
Beim grundlegenden Zugang zum Thema ist es wesentlich, dass sowohl Lehrende als auch Lernende kritisch reflektierend an verschiedene Themen herangehen. Vermeintliche Sicherheiten in Bezug auf Geschlecht und Identität sollten aufgebrochen werden und sogenannte Allgemeingültigkeiten sollten hinterfragt werden. Eigene Positionen und Normvorstellungen sollten ständiger Reflexion unterliegen.
Als wichtigste Rahmenbedingung nennt MÖRTH im Folgenden die Herstellung eines Klimas von Offenheit, Sicherheit und des Angenommenwerdens um die Geschlechtlichkeit adäquat zu thematisieren. Lehrende sollten sich klar positionieren und eine offene, transparente Unterrichtsplanung pflegen.
Bei der Vermittlung der Inhalte sollte herausgearbeitet werden, dass Geschlecht keine konstante Kategorie ist, sondern sozial, historisch und kulturell bedingt und variabel. Das Sichtbarmachen von Identitätsalternativen und adäquate Neuschöpfungen von Begriffen begünstigen die Veränderungen der Realität der Kategorie ‚Geschlecht’.
Damit die Dekonstruktion von Geschlecht auf breiterer Ebene weiterentwickelt werden kann, braucht es eine politische Entscheidung und Rahmenbedingungen zu deren Durchsetzung.
[1] MÖRTH, Anita P. (2006): Handlungsvorschläge für einen nicht-binären Umgang mit Geschlecht. S. 1. http://www.uni-graz.at/kffwww/geschlecht_didaktik/moerth.pdf [Stand 03.06.07]
[2] MÖRTH 2006, ebenda S. 3.
[3] Als ‚Left-Overs Positionen’ werden jene Haltungen bezeichnet, die nicht in das vorherrschende Schema des Normalen passen.
[4] MÖRTH 2006 ebenda S. 4.
[5] MÖRTH 2006 ebenda S. 4.
Mittwoch, März 21, 2007
Link-Tipps
„Das Gender@Wiki soll als ein virtueller Diskussionsraum bzw. als Onlineplattform eines Kommunikationsnetzwerkes genutzt werden, in dem der Austausch von Fachinformationen unter Berücksichtigung der für die Geschlechterforschung zentralen Kennzeichen (Kategorie Geschlecht, Inter- bzw. Transdisziplinarität, Wissenschaftskritik, Wissenstransfer in die Praxis) möglich ist.“
http://www.gender.de/mainstreaming/GenderManifest01_2006.pdf
Gender Manifest
http://www.wien.gv.at/ma57/sprache/
„Eine Sprache für Frauen und MännerSprache ist eines der wesentlichsten Ausdrucksmittel in unserer Gesellschaft. Sie trägt unsere Kommunikation, vermittelt Werte und Normen und ist Abbild unserer sozialen Realität. Frauen sind jedoch in unserer Sprache großteils unsichtbar und unhörbar. Damit sich das ändert, stellt die Frauenabteilung (MA 57) ein interaktives Angebot zum geschlechtergerechten Formulieren zur Verfügung“
http://scholar.google.at/
Dokumentensuche
Anmeldung
Um nach Abschluss der Lehrveranstaltung eine Benotung zu bekommen, müssen Sie sich unter https://online.uni-graz.at/kfu_online/webnav.ini anmelden!
Besten Gruß,
Anita Thaler
"Anmeldeschluss" ist der 27. 4. 2007. Abmelden können sich sich bis 31.5.2007.
Montag, März 19, 2007
Referate: Termine + Literaturquellen
Jutta Rothmund & Brigitte Scheele: „Personenbezeichnungsmodell auf dem Prüfstand“ –Lösungsmöglichkeiten für das Genus-Sexus-Problem auf Textebene. In: Zeitschrift für Psychologie, 212 (1), 40-54. Göttingen: Hogrefe Verlag 2004.
29.3. Beobachtung (Schützenberger + Hofer):
Heike Wiesner. Förderung von Chancengleichheit im schulischen Bildungsbereich http://dimeb.informatik.uni-bremen.de/documents/artikel.2004.Wiesner.chancen.pdf
In diesem Artikel geht es um die Durchführung von Workshops und deren Begleitung. Diese Begleitung besteht aus Beobachtungen, aber auch Interviews etc. Versuchen Sie in Ihrem Referat vor allem auf die Rolle der Beobachtung in diesem Artikel einzugehen (z.B. auch die den Interviewaussagen zugrundeliegenden Beobachtungen). Worin besteht der Unterschied zwischen Beobachtungen (z.B. im Alltag) und wissenschaftlichen Beobachtungen? Wie kann die wissenschaftliche Güte gewährleistet werden?
26.4. Fokus Gruppen (Kink, Käfer, Prietl):
Nina Degele (2004). „Schön mache ich mich für mich“ – Schönheitshandeln als erfolgsorientiertes Handeln. In: http://www.soziologie.uni-freiburg.de/degele/material/pub/schHandeln.pdf
26.4. Komparatistische Analyse (Wicher + Zechner):
Wächter Christine: Interdisciplinary Engineering Education – An Opportunity for more Gender-Inclusiveness? In: Proceedings of the Fourth European Conference on Gender Equality in Higher Education, 31. 8.-3. 9. 2005, Oxford Brookes University, Oxford (CD-Rom).
Download über: http://www.ifz.tugraz.at/index.php/article/articleview/1130/1/6
3.5. Medienanalyse (Kogler + Stelzer):
Friedemann Schindler (1996). Von Super Mario und Super Marion. Geschlechtsrollen in Computer- und Videospielen. In: http://snp.bpb.de/index.html
3.5. Biographische Interviews (Pieber):
Robert W. Conell (2000). Der gemachte Mann. Konstruktion und Krise von Männlichkeiten. Leske + Budrich, Opladen.
--> Buch in der UB entlehnbar
Da es sich bei der Grundlage dieses Referatsthemas um ein Buch handelt, ist es wichtig sich auf die Methode zu konzentrieren, gehen Sie nicht zu ausführlich auf den Inhalt ein (z.B. max. 1 Fallanalyse vorstellen).
31.5. ExpertInneninterview (Holmes, Schreiner, Pimminger):
Angelika Wetterer, Margot Poppenhusen, Anja Voss: Mädchen und Frauen bei der Freiwilligen Feuerwehr. Forschungsbericht. Hannover & Graz 2006. In: http://www.bmfsfj.de/Publikationen/feuerwehr/01-Redaktion/PDF-Anlagen/gesamtdokument,property=pdf,bereich=feuerwehr,rwb=true.pdf
31.5. Tagebuchanalyse (Vogl, Hofer, Glettler):
David Huffaker, B.A (2004). GENDER SIMILARITIES AND DIFFERENCES IN ONLINE IDENTITY AND LANGUAGE USE AMONG TEENAGE BLOGGERS In: http://www8.georgetown.edu/cct/thesis/davidhuffaker.pdf
Donnerstag, März 15, 2007
Basis-Artikel
1.) lesen Sie bis zum nächsten Termin folgenden Artikel:
http://www.soziologie.uni-freiburg.de/Personen/degele/material/pub/Mutti_spuelt.pdf
2.) Fassen Sie den Artikel kurz zusammen (ca. 300 Wörter) und überlegen Sie sich ausgehend von interessanten/diskussionswürdigen Passagen 2-3 Diskussionsbeiträge (Kommentare) bzw. Fragen, um darüber am 22. März 2007 zu diskutieren.
Und 3.) schicken Sie die Kurzzusammenfassung bis spätestens 21. März an mich:
thaler@ifz.tugraz.at
Viel Vergnügen beim lesen!
Anita Thaler
Herzlich Willkommen
auf dieser Webseite erhalten Sie Literaturhinweise, allgemeines Tipps, Termine etc.
Viel Spaß beim Stöbern und Nachlesen,
Anita Thaler
Termine im SS 2007 - Achtung Änderungen!
Termine:
22./29. März,
26. April,
3./31. Mai,
14. Juni
jeweils 16.00 – 19.00 Uhr
Referate: Themen und Literaturquellen
Experiment
Jutta Rothmund & Brigitte Scheele: „Personenbezeichnungsmodell auf dem Prüfstand“ –Lösungsmöglichkeiten für das Genus-Sexus-Problem auf Textebene. In: Zeitschrift für Psychologie, 212 (1), 40-54. Göttingen: Hogrefe Verlag 2004.
ExpertInneninterview
Angelika Wetterer, Margot Poppenhusen, Anja Voss: Mädchen und Frauen bei der Freiwilligen Feuerwehr. Forschungsbericht. Hannover & Graz 2006. In: http://www.bmfsfj.de/Publikationen/feuerwehr/01-Redaktion/PDF-Anlagen/gesamtdokument,property=pdf,bereich=feuerwehr,rwb=true.pdf
Fokus Gruppen (Gruppendiskussionen)
Nina Degele (2004). „Schön mache ich mich für mich“ – Schönheitshandeln als erfolgsorientiertes Handeln. In: http://www.soziologie.uni-freiburg.de/degele/material/pub/schHandeln.pdf
Komparatistische Analyse
Wächter Christine: Interdisciplinary Engineering Education – An Opportunity for more Gender-Inclusiveness? In: Proceedings of the Fourth European Conference on Gender Equality in Higher Education, 31. 8.-3. 9. 2005, Oxford Brookes University, Oxford (CD-Rom). Download über: http://www.ifz.tugraz.at/index.php/article/articleview/1130/1/6
Beobachtung
Heike Wiesner. Förderung von Chancengleichheit im schulischen Bildungsbereich http://dimeb.informatik.uni-bremen.de/documents/artikel.2004.Wiesner.chancen.pdf In diesem Artikel geht es um die Durchführung von Workshops und deren Begleitung. Diese Begleitung besteht aus Beobachtungen, aber auch Interviews etc. Versuchen Sie in Ihrem Referat vor allem auf die Rolle der Beobachtung in diesem Artikel einzugehen (z.B. auch die den Interviewaussagen zugrundeliegenden Beobachtungen). Worin besteht der Unterschied zwischen Beobachtungen (z.B. im Alltag) und wissenschaftlichen Beobachtungen? Wie kann die wissenschaftliche Güte gewährleistet werden?
Medienanalyse
Friedemann Schindler (1996). Von Super Mario und Super Marion. Geschlechtsrollen in Computer- und Videospielen. In: http://snp.bpb.de/index.html
Tagebuchanalyse
David Huffaker, B.A (2004). GENDER SIMILARITIES AND DIFFERENCES IN ONLINE IDENTITY AND LANGUAGE USE AMONG TEENAGE BLOGGERS In: http://www8.georgetown.edu/cct/thesis/davidhuffaker.pdf
Biographische Interviews
Robert W. Conell (2000). Der gemachte Mann. Konstruktion und Krise von Männlichkeiten. Leske + Budrich, Opladen.
--> Buch in der UB entlehnbar
Da es sich bei der Grundlage dieses Referatsthemas um ein Buch handelt, ist es wichtig sich auf die Methode zu konzentrieren, gehen Sie nicht zu ausführlich auf den Inhalt ein (z.B. max. 2 Fallanalysen vorstellen).