Mittwoch, Februar 20, 2013

Interessante Buchvorstellungen - Leipziger Buchmesse

14. März 2013, Frauenkultur (Windscheidstr. 51), ab 19:00 Uhr

 Intersexualität - Intersex: Eine Intervention
Heinz-Jürgen Voss / Unrast Verlag: Oft werden bei der Diagnose 'Intersex' im Säuglings- und frühen Kindesalter operative und hormonelle Eingriffe vorgenommen, um ein möglichst eindeutiges Erscheinungsbild der Genitalien zu erreichen. Von den Interessensvertretungen der Intersexe werden diese Eingriffe als gewaltsam und traumatisierend beschrieben. Der Band stellt ihre Position und den aktuellen wissenschaftlichen Stand vor - auch die neuesten Ergebnisse, die der Deutsche Ethikrat nicht würdigte.
Veranstaltungsinfos: http://www.frauenkultur-leipzig.de/Programm/Programm.html (14. März).
Buch: http://www.unrast-verlag.de/neuerscheinungen/intersexualitaet-intersex-407-detail

16. März 2013, 17:00 Uhr, linXXnet (Bornaische Str. 3d)  

Biologie & Homosexualität. Theorie und Anwendung im gesellschaftlichen Kontext
Heinz-Jürgen Voß, UNRAST Verlag 2013: Der Biologe Heinz-Jürgen Voß erläutert die historischen und aktuellen biologischen Forschungen zur "Homosexualität". Dabei stehen Theorien der Keimdrüsen- und Hormonforschung, der Genetik, Neurobiologie und Evolutionsbiologie sowie ihre jeweiligen Methoden im Fokus. Der Autor arbeitet heraus, dass die Forschung vielfach von dem Ziel geleitet war, gleichgeschlechtliches sexuelles Begehren auszulöschen.
Veranstaltungsinfos: http://www.left-action.de/dates0.shtml (16. März).
Buch: http://www.unrast-verlag.de/neuerscheinungen/biologie-amp-homosexualitaet-409-detail

Freitag, Februar 15, 2013

Zwei aktuelle Studien abgeschlossen - Berichte

Im vergangenen Jahr konnte das IFZ-Team "Frauen - Technik - Umwelt" zwei Forschungsprojekte abschließen, die beide "Frauen" im Fokus hatten:

Zum einen begleiteten Daniela Freitag, Birgit Hofstätter und Anita Thaler Österreichs erstes "HTL-Kolleg für Frauen", und führten von 2009 bis 2012 laufend empirische Erhebungen durch (Fragebogenerhebungen, Interviews, Fokus Gruppen, teilnehmende Beobachtungen etc.) und schlossen diese umfassende Prozessevaluation mit diesem Gesamtbericht ab:

http://www.ifz.tugraz.at/Media/Dateien/Downloads-IFZ/Publikationen/Forschungsberichte/Frauen-Technik-Umwelt/Sozialwissenschaftliche-Begleitstudie-zum-HTL-Kolleg-fuer-Frauen


Zum zweiten untersuchten Birgit Hofstätter und Anita Thaler sogenannte Frauenfördermaßnahmen in der betrieblichen Forschungsförderung. Eine erste Analyse der Interviews mit Forscherinnen aus der IT- und der Life Science-Branche kann hier nachgelesen werden:

http://www.ifz.tugraz.at/Media/Dateien/Downloads-IFZ/Frauen-und-Technik/ZID/ZIT-FemPower-Studie-2012

Beide Studien reflektierten auch die Kritikpunkte an Monoedukation bzw. frauenspezifischer Fördermaßnahmen vor dem Hintergrund aktueller Literatur und Studien der Geschlechterforschung.

Seminare im Herbst 2013

Mein Kollege Heinz Baumann bietet Seminare an:


1. Lust auf Gruppe - gruppendynamische Selbsterfahrung
Zeit: Mi, 25. 9. - Sa, 28. 9. 2013
Ort: Bildungshaus Schloss Retzhof / Leibnitz / Steiermark
Methode: Gruppendynamik, Basisgruppe
Trainer*innen: Susanna Schenk, Heinz Baumann
Anrechenbar als Ausbildungsveranstaltung (GD: 4.2..2., GT: 4.1.1., DG: 4.2.2.1)
weitere Informationen: heinz.baumann@gmx.at od. tel.: 0699 / 17 57 71 37
auf der hompage des ÖAGG www.oeagg.at und im Anhnag


2. Gender Kompetenz Training Modul 1 des neunten Lehrganges für Gender+ Diversity Kompetenz der GenderWerkstätte
Zeit: Do, 7. 11. - Sa, 9. 11. 2013
Ort: Raiffeisenhof/ Steiermarkhof Graz
Trainer*innen: Lisa K. Horvath, Heinz Baumann
weitere Informationen: genderwerkstaette@genderwerkstaette.at od.  tel: 0316 / 71 60 22
www.genderwerkstaette.at


Dienstag, Januar 29, 2013

Twitter Trendthema #aufschrei

Wer auf Twitter ist, konnte es die letzten Tage verfolgen: das Thema "Sexismus", ausgehend von Deutschland und deutschsprachig und mitlerweile mit #outcry auch international.
Es geht um die vielen kleinen und großen sexistischen Ereignisse im Leben von betroffenen Menschen.
Zum Ein- und Nachlesen:

Nun gibt es auch einen Bezug zu unserem Methoden-Thema, denn Twitter-Userin @LenaSchimmel sucht Hilfe beim analysieren der Tweets und verwendet #aufschreistat zur weiteren Twitter-Kommunikation dazu.

Montag, Dezember 10, 2012

Vortrag 29. 1. 2013! Gleich oder doch ganz anders? Identitätsarbeit männlicher Kleinkindbetreuer

Einladung zum Vortrag

Gleich oder doch ganz anders?
Identitätsarbeit männlicher Kleinkindbetreuer

von Aigner-Rollett-Gastprofessorin Prof.in Dr. Julia Nentwich (Universität St. Gallen, CH)


Männer in Frauenberufen erleben in ihrem Arbeitsalltag häufig eine „identity dissonance“ (Warin, 2005). Sie werden im Kontext der Kinderkrippe qua ihres Geschlechts als unpassend, wenn nicht gar gefährlich erlebt, sind aber heutzutage zugleich sehr erwünscht, da sie die so häufig als fehlend wahrgenommene männliche Vorbildfunktion übernehmen können.
Wie gehen Männer mit diesen kontroversen Zuschreibungen um? Dieser Frage werde ich in meinem Vortrag anhand einer diskurspsychologischen Analyse problemzentrierter Interviews mit ausgebildeten männlichen Kleinkindbetreuern nachgehen. Die Interviews wurden im Forschungsprojekt „Puppenstuben, Bauecken und Waldtage: (Un)doing gender in Kinderkrippen“ erhoben. Das Projekt untersucht die Geschlechterarrangements in Deutschschweizer Kinderkrippen mittels qualitativer Interviews, videounterstützter ethnographischer Beobachtung sowie einer fotographischen Raumanalyse.




Moderation: Dr.in Barbara Hey, MBA, Karl-Franzens-Universität Graz

Zeit: Dienstag, 29. Jänner 2013, 17-19 Uhr
Ort: Zentrum für Weiterbildung der Universität Graz, Harrachgasse 23/2, 8010 Graz
Kontakt: Ilse Wieser, Email ilse.wieser@uni-graz.at, Tel. 0316/380-1020

Dienstag, Oktober 30, 2012

Ein geniales Video über die komplizierte Sexualität der Menschen ...



: Via . Human Sexuality Is Complicated. The differences between sex and gender ...” Great!

Mittwoch, September 05, 2012

Queere Perspektiven auf Psycho-Studien zu "Geschlecht und Intelligenz"

Ab sofort ist das Paper "Queer perspectives on psychological studies on the relationship between sex and intelligence" von Julian Anslinger, Birgit Hofstätter, Jenny Käfer, Susanne Kink, Lisa Scheer, Anita Thaler, und Magdalena Wicher

hier:
http://www.ifz.tugraz.at/ias/IAS-STS/Publications/Proceedings-11th-IAS-STS-Annual-Conference-7-8-May-2012
nachzulesen.

Donnerstag, Juli 05, 2012

"bist du gender oder was?"

Gerne verweise ich hiermit auf das Kunstprojekt und die damit verbundene Österreich-Performance-Tour "bist du gender oder was?"

Mehr unter: http://www.startnext.at/bistdugenderoderwas

Dienstag, Juni 19, 2012

Ein kleiner Einblick hinter die ‚Kulissen‘ der „Methoden der Geschlechterforschung"

Am Ende eines Seminars, in dem Studierende selbst ein Referat gehalten, den Referaten der anderen zugehört und eine Seminararbeit verfasst, sowie 1-3 der anderen Seminararbeiten gelesen und diskutiert haben, bleibt bei manchen Studierenden die Frage übrig „Wozu brauchen wir eigentlich eine Lehrveranstaltungsleitung, wo wir doch ohnehin alles selbst machen?“.


Warum also nicht Woche für Woche aus einem Buch „Methoden der Geschlechterforschung“ vortragen und am Ende das ‚Wissen‘ der Studierenden prüfen, wo doch dann viel deutlicher wird, dass hier eine ‚hart arbeitende Vortragende‘ am Werk ist?

Gute Frage … vielleicht weil es nicht darum geht möglichst produktiv zu erscheinen, sondern möglichst gut – im Sinne einer emanzipatorischen Erwachsenenbildung – zu lehren? Weil mir tatsächlich gute Erwachsenenbildung ein großes Anliegen ist, in meiner Forschung und in meiner Lehre, möchte ich anhand der Lehrveranstaltung „Methoden der Geschlechterforschung“ ein paar Gedanken ausführen.

Zunächst bleiben viele Vorarbeiten dieses und ähnlicher Seminare unsichtbar (wie das Aussuchen der zu bearbeitenden Texte – die selbstverständlich jedes Semester neu ausgesucht und gelesen werden – das Erstellen und Aktualisieren der Handouts, das Generieren und Feilen am didaktischen Konzept – das seit 2006 durch viel konstruktives Feedback von Studierenden und eigene Reflexion konstant optimiert wurde). Dass diese Vorarbeiten unsichtbar bleiben, liegt in der Natur der Sache, Arbeiten, die einen guten späteren Lehrveranstaltungsablauf ermöglichen werden nur dann wahrgenommen, wenn sie nicht gut genug erledigt wurden. Das ist durchaus nachvollziehbar.

Etwas das von den meisten Studierenden durchaus erkannt wird, sind die Arbeiten in der Lehrveranstaltung selbst, also z.B. das Einbringen von Inputs. Bei der Vorbesprechung und anlässlich des 1. Blocks werden nie nur organisatorische Dinge besprochen (sowie auf diesen lehrveranstaltungs-begleitenden Blog verwiesen), sondern aktuelle Themen der Gender Studies vorgetragen und anhand praktischer Übungen im Seminar bearbeitet. Diese Übungen haben den Sinn theoretisches Wissen ‚angreifbar‘ zu machen, mit Neuem an bereits vorhandenem Wissen der Studierenden anzudocken. Und sie sollen Studierenden zeigen, wie sie ihre StudienkollegInnen beim eigenen Referat – außer mit üblichen Diskussionsfragen – aktivieren und didaktisch sinnvoll einbinden können.

Die für manche eher unangenehm erlebte Arbeit einer Lehrveranstaltungsleitung liegt im Feedback im Anschluss an die Referate. Damit beim Referat Themenverfehlungen oder Falschausrichtungen vermieden werden, gibt es in der „Methoden der Geschlechterforschung“-Lehrveranstaltung eine Feedbackschleife davor, wo Studierende ihr Referat kurz per e-mail skizzieren und darauf Rückmeldungen und im Bedarfsfall Literaturtipps bekommen. Aus manchen Anfragen ergeben sich mehrmalige e-mail-Wechsel, andere Studierende wählen gleich den Weg in die Sprechstunde, kopieren Bücher, diskutieren Forschungsfragen und Übungsideen etc. mit mir. Auf diese Weise ist das Feedback auf die Referate in der Lehrveranstaltung in den meisten Fällen davon geprägt, dass ich zusätzliche Beispiele zur Methode aus meiner aktuellen Forschungsarbeit liefere und Kleinigkeiten, die im Referat evtl. undeutlich oder missverständlich blieben, verdeutliche und veranschauliche. Trotzdem ist für manche Studierenden Feedback (außer in Form von Noten) so außergewöhnlich, dass sie diesen Teil der Lehrveranstaltung vielleicht lieber entfallen lassen würden. Mir ist aber dieses Feedback aus zwei Gründen sehr wichtig. Zum einen möchte ich den Studierenden eine Lernmöglichkeit bieten und aus den vielen guten Seminararbeiten, die danach abgegeben werden, schließe ich, dass diese Chance von den meisten angenommen wird. Zum anderen trage ich eine Verantwortung dafür, dass nicht nur die Studierenden, die ein Referat halten etwas lernen, sondern auch die Zuhörenden. Aus diesem Grund kläre ich missverständliche Formulierungen auf, mache auf Fehler aufmerksam, ergänze um Informationen, die aus meiner Sicht ein Thema auch für die zuhörenden Studierenden nachvollziehbar machen.

Das für die Studierenden sicherlich einen Mehraufwand bedeutende „Peer Review“-Verfahren am Ende des Seminars, bedeutet auch für eine Lehrveranstaltungsleitung einen Mehraufwand. Denn wie eine Studentin einmal so schön formulierte „Die Arbeit kommt immer wieder zurück.“ Im Gegensatz zu den Studierenden lese ich natürlich alle im Schnitt 15-20 Seminararbeiten zweimal. Einmal um in einem weiteren, letzten Feedback auf Verbesserungsmöglichkeiten aufmerksam zu machen, ein weiteres Mal, um die Arbeiten dann – in einem meistens sehr deutlich verbesserten Zustand – zu benoten.

Ja, warum so viel Aufwand für ein Seminar, wo Studierende den Eindruck bekommen könnten, sie hätten ohnehin alles selbst erarbeitet und die Lehrveranstaltungsleitung habe wenig dazu beigetragen?

Ganz einfach, weil ich denke, dass gute Erwachsenenbildung und gute Universitätslehre sich daran messen lassen sollte, welches Wissen Studierende nachhaltig gelernt haben.

Dienstag, Juni 12, 2012

Zum Thema Metaanalyse & Gender

"Meta-analysis of gender and science


Dear colleague

We are pleased to inform you that the website of the 'meta-analysis' project (www.genderandscience.org) gives full access to the GSD and the final thematic reports. The sinthesis report is now ready for printing and will be available in short.

We are also pleased to announce the special issue 'Beyond the leaky pipeline: Challenges for research on gender and science' (Brussels Economic Review, Vol. 54 (2/3) edited by Maria Caprile, Danièle Meulders, Sile O'Dorchai and Núria Vallès. This issue brings together 10 articles that present some of the results of the study and its final conference. (see attached the table of contents).

If you wish to receive this issue, please send your postal address to this mail:

sile.odorchai@ulb.ac.be"

Gendermarathon am 13.6. in Graz

Hiermit lädt die Koordinationsstelle für Geschlechterstudien, Frauenforschung und Frauenförderung zum Gendermarathon an die Uni Graz ein.


17:00 Uhr: Vortrag der Aigner-Rollett-Gastprofessorin im SS 2012

Univ. Prof.in Dr. Ilse Hartmann-Tews: „Alter(n) in Bewegung“

18:30 Uhr: Imbiss

19:00 Uhr: Vortrag von Univ. Prof. Dr. Matthias Sutter (Universität Innsbruck): „ Warum Quotenregelungen gut und Quotenfrauen nicht schlecht sind“

20:00 Uhr: Auszeichnung von fünf Wissenschaftszweigen der Universität Graz gemäß „Anreizsystem für Frauenförderung“

Web: http://www.uni-graz.at/kffwww

Mittwoch, Juni 06, 2012

Interessiert an queeren Sichtweisen?

Dann empfiehlt sich der regelmäßige Blick auf:

http://inviewofheteronormativity.blogspot.co.at/

Neben ausführlichen Blogeinträgen gibt es tägliche News über Twitter, die auf dem Blog lesbar sind - d.h. auch wenn Sie nicht selbst einen Twitter-Account haben, können Sie die Tweets lesen.

Dienstag, Juni 05, 2012

Gründungsversammlung Österreichische Gesellschaft für Geschlechterforschung / Gender Studies Association

**Die Gründungstagung der "Österreichischen Gesellschaft für Geschlechterforschung / Gender Studies Association" findet am Freitag, den 23. November 2012 an der Universität Salzburg (Uni-Park) von 10 bis 18 Uhr** (kleine Änderungen der Beginnzeiten vorbehalten) statt.

Alle Gender_Forschende und _Tätige, Absolvent_innen der Gender Studies sind eingeladen mitzumachen!

Um einfach auf dem Laufenden bleiben: **Info-Mailingliste** Eintragen bitte unter https://lists.univie.ac.at/mailman/listinfo/info-gruendung.

Freitag, Juni 01, 2012

Montag 4. Juni Vorträge in Graz

Am 4.6. geht die To be published-Reihe in die nächste Runde.

1. Vortrag: „Representations of gender relation in Stephanie Meyer´s The Twilight Saga“

Mag.a Birgit Hofstätter, MA

Der internationale Erfolg der Twilight Saga war Anlass, die Produktion und Wirkung auf die überwiegend weibliche Zielgruppe genauer zu betrachten. In der Arbeit wird speziell die Dimension der in den Filmen dargestellten Geschlechterverhältnisse diskutiert.

2. Vortrag: „Thematisierung von Geschlecht und Geschlechterverhältnissen an der Universität am Beispiel der Erziehungswissenschaft“

Mag.a Sabine Klinger

Im Vortrag wird insbesondere darauf eingegangen, wie Studierende über Geschlecht und Geschlechterverhältnisse sprechen und welche kollektiven normativen Deutungs- und Orientierungsmuster sich dabei rekonstruieren lassen. Ein wichtiger Fokus liegt bei der Frage wie strukturelle Prozesse und Maßnahmen der Bildungsinstitution „Universität“ die (De-)Thematisierungsweisen von Geschlecht bei den Studierenden beeinflusst.

Montag, 4. Juni 2012, 16.00 Uhr
SR 35.K4, Merangasse 18, 8010 Graz

http://www.ifz.tugraz.at/TO-BE-PUBLISHED2/TO-BE-PUBLISHED

Queer STS ist nun auf Twitter

Der Twitteraccount

@queersts

bietet ab sofort

einen aktuellen Einblick über Aktivitäten der AG Queer STS und zu

queeren/Gender/LGBT/feministischen Themen aus den Communities, Wissenschaft und Politik!

"Kommt Zeit. Kommt Bild. Und Subjekt. Ohne male gaze. Hoffentlich."

Eine sehr empfehlenswerte Lektüre zum Thema Fotografie und "male gaze":

 
Lesen!

Montag, Mai 07, 2012

Morgen: IAS STS Conference und Seminararbeiten-Austausch

Liebe Studierende,

bitte denken Sie daran, dass wir uns morgen im IFZ (bei der IAS STS Conference) in der Schlögelgasse 2, bereits um 16:30 treffen.

Bitte bringen Sie (pro Thema) 3 ausgedruckte Seminararbeiten mit - es brauchen also doch keine 4 sein.

Ich freue mich schon auf Ihre Seminararbeiten und auf rege Diskussionen morgen!

Beste Grüße,
Anita Thaler

http://www.ifz.tugraz.at/ias/IAS-STS/Upcoming-Activities/11th-Annual-IAS-STS-Conference

Donnerstag, April 26, 2012

Queer Session am 8.5. um 16:30

Liebe Studierende der Methoden der Geschlechterforschung,

2 wichtige Mitteilungen zum nächsten Termin:

1.) unsere "Queer Session" beginnt am 8.5. um 16:30 - bitte seien Sie wenn möglich bereits 15 min. vorher da (während der Kaffeepause - gerne aber auch früher zu einer anderen Session!), damit Sie Ihre Konferenzunterlagen abholen und den Raum in Ruhe finden können.

2.) bitte melden Sie sich bei Thomas Berger (berger@ifz.tugraz.at) zur Konferenz an, damit diese Unterlagen für Sie bereitliegen und ausreichend Getränke etc. zur Verfügung gestellt werden.

Das vollständige Programm sowie Abstracts etc. finden Sie hier:
http://www.ifz.tugraz.at/ias/IAS-STS/Upcoming-Activities/11th-Annual-IAS-STS-Conference

Ich freue mich schon auf interessante Vorträge und angeregte Diskussionen!


Dienstag, April 24, 2012

Interessanter Artikel "Der Mann, das Tier"

"Männer: machthungrig, gewaltbereit, egoistisch. Frauen: einfühlsam, kommunikativ, friedfertig. Die heutigen Geschlechter-Klischees sind mehr als 200 Jahre alt. Die Forschung hat sie längst als Unsinn entlarvt - doch bis heute schaden sie Männern und Frauen."

Ein Essay von Christoph Kucklick

Mehr: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,828723,00.html

Dienstag, April 10, 2012

Methodenliteratur online

Ein guter Ausgangspunkt für Methodenliteraturrecherche findet sich online:

http://www.qualitative-research.net/index.php/fqs

Es braucht Methoden!

Nina Degele hat viel zu Gender Studies, Queer Theory, Techniksoziologie etc. geschrieben, das es wert ist, gelesen zu werden, hier ein Zitat von ihr, warum Queer Studies auch Methodenwissen und Empirie brauchen:

"Butler etwa wandert auf dem Grat eines diskursiven Reduktionismus, der materiale Strukturen verfestigter gesellschaftlicher Diskurse schlicht nicht mehr ernst nimmt und gesellschaftliche Machtverhältnisse in Sprache auflöst, Foucault blendet – darauf hat die feministische Kritik hingewiesen – das Verhältnis der Geschlechter und damit die Bedeutung von Geschlecht aus. Nicht schlimm, möchte man meinen, das lässt sich korrigieren. Das könnte dann aber beispielsweise heißen, diskurstheoretische Ansätze um die Analyse gesellschaftlicher (z.B. kapitalistischer) Strukturen und Institutionen oder um ethnomethodologische Beobachtungen der Prozesse des doing gender oder doing sexuality zu erweitern. Es geht mit anderen Worten um einen Schuss Empirie, der neben die Analyse symbolischer Deutungsmuster zu treten hat – und davon zu unterscheiden ist." (Zitat aus: http://www.zag.uni-freiburg.de/fff/zeitschrift/band17/forum_degele.pdf)

Dienstag, März 27, 2012

Queerness in STS

Die Session  "Queerness in STS" findet am Dienstag 8. Mai ab 16:00 im Rahmen der

11th Annual IAS-STS Conference


"Critical Issues in Science and Technology Studies"

May 7-8, 2012

statt.

Programm: http://www.ifz.tugraz.at/ias/IAS-STS/Upcoming-Activities
 
Studierende, die an dieser Session teilnehmen wollen melden sich bitte per e-mail an Thomas Berger an: berger@ifz.tugraz.at

Dienstag, März 20, 2012

Feministische Perspektive auf Popkultur

"Ich glaube, dass es wichtig ist, sich kritisch mit Videospielen und Comics und Filmen und TV-Sendungen auseinanderzusetzen, weil es Spiegelbilder unserer Gesellschaft sind. Ich glaube, dass die Medien voll von negativen Stereotypen und Geschichten sind, die unterdrückende soziale Normen verstärken und weiterführen."
Zitat Anita Sarkeesian aus dem Interview "Feminismus im Fokus" http://www.universalsubtitles.org/en/videos/SP5yvn9bwlLS/de/164451/

Mehr zur Arbeit von Anita Sarkeesian: http://www.feministfrequency.com/

Mittwoch, März 14, 2012

Geschlechterstereotype in biologisch-medizinischer Forschung

"Stereotype und Vorurteile zu Geschlechtern beeinflussten und beeinflussen auch Bio- und Neurowissenschaften. Im 19. und 20. Jahrhundert wurden z.B. zahlreiche Versuche unternommen einen Mangel der „Verstandeskräfte“ bei Frauen und nicht-europäischen Männern zu finden (Voß 2010, S. 165ff). Heinz-Jürgen Voß resümmiert zu den Studien des 19. und 20. Jahrhunderts, in denen nach Zusammenhängen zwischen Gehirnmorphologie und intellektuellen Fähigkeitsunterschieden bei Frauen und Männern geforscht wurde:
„Deutlich wird vielfach, dass die Arbeiten von dem Interesse geleitet waren, Emanzipationsbestrebungen von Frauen als berechtigt zu begründen oder als ‚wider die Natur’ abzulehnen.“ (Voß 2010, S. 166).
Wenn Voß (ebda.) Kritik an diesen vor über hundert Jahren publizierten Forschungen übt, ihre Methodik hinterfragt und ihre Ergebnisse vor dem gesellschaftlichen Kontext beleuchtet und interpretiert, so kann das einerseits ausschließlich in der Dimension der historischen Wissenschaftsforschung gelesen werden. Wenn jedoch aktuelle Beispiele gefunden und diskutiert werden, die mit ähnlichen diskussionswürdigen Fragestellungen, ebenso zu kritisierenden Methoden und problematischen Kontextualisierungen arbeiten, dann sieht man die andere Seite von Voß’ Kritik, nämlich die Sichtbarmachung von eingeschriebenen Geschlechterstereotypen in biologisch-medizinischer Forschung – bis heute (vgl. Schmitz & Schinzel 2002; Nash & Grossi 2007¸ Voß 2010)." (Zitat aus: Thaler 2011, S. 133)

Bei Verwendung der obigen Textpassage bitte diese Quelle zitieren:
Thaler, Anita (2011). Hat Technik ein Geschlecht? In: Arno Bammé (Hrg.) LIFE SCIENCES. Die Neukonstruktion des Menschen? München, Wien: Profil Verlag, S. 129-143.

Referenzen:

Nash, Alison & Grossi, Giordana (2007). Picking Barbie’s Brain: Inherent Sex Differences in Scientific Ability? In: Journal of Interdisciplinary Feminist Thought. Vol. 2 / 1, Article 5, 1-23.
Schmitz, Sigrid & Schinzel, Britta (2002). GERDA: A brain research information system for reviewing and deconstructing gender differences. In: Ursula Pasero & Anja Gottburgsen (Hg.). Wie natürlich ist das Geschlecht? Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, 126-147.
Voß, Heinz-Jürgen (2010). Making Sex Revisited. Dekonstruktion des Geschlechts aus biologisch-medizinischer Perspektive. Bielefeld: transcript.

Podcast zu Vortrag von Heinz-Jürgen Voß:

Nachlese zur Jugendstudie MOTIVATION

Das Ziel des Projektes MOTIVATION war die Ermöglichung eines Austauschs zwischen den beteiligten europäischen Partnerländern über Faktoren, die das Bild junger Menschen über Naturwissenschaft und Technik (NuT) beeinflussen. Jugendliche verbinden mit NuT nach wie vor eher unattraktive und unzeitgemäße Berufsvorstellungen, wobei deren tatsächliche Wünsche einer künftigen Berufstätigkeit oftmals nicht weit von der realen Ausbildungs- und Berufssituation entfernt sind. Sozialisationsagenten wie Peer-Gruppen, Lehrende und Medien beeinflussen diese Vor- und Einstellungen der Jugendlichen auf unterschiedliche Weise. Mehr: http://www.ifz.tugraz.at/content/view/full/4351


Buchbeitrag in deutscher Sprache:
Thaler, Anita (2011). „Learning Gender” – Das informelle Lernpotential von Jugendmedien. In: Hanna Rohn, Lisa Scheer & Eva Zenz (Hg.). Sammelband zur FrauenFrühlingUniversität Graz 2009. Graz: Planet Verlag, S. 115-127.

Paper zu Farbgestaltung der BRAVO:
Wicher, Magdalena Julia (2009). The psychological meaning of colour: A focus on gender and SET representations in youth magazines. In: http://www.ifz.tugraz.at/ias/layout/set/print/IAS-STS/Publications/Proceedings-8th-Annual-IAS-STS-Conference [14.3.2012]



Dienstag, März 13, 2012

Seit Freitag e-mail-Probleme

Liebe Studierende,
wir hoffen die TU Graz (deren mail-Server wir verwenden) bekommt das Problem bald in den Griff, aber ich bekomme derzeit nur sporadisch e-mails und auch Antwortmails gehen zum Teil verloren.

D.h. das Exposè für die ersten beiden Referate nä. Woche bitte heute zur LV-Einheit mitbringen und falls Sie mir sonst wichtiges mitzuteilen haben (z.B. wenn Sie heute fehlen etc.) bitte posten Sie dies als Kommentar an diesen Post.

Und eine wichtige Mitteilung für alle, die den 1. Termin versäumt haben: Alle, die sich nicht vor der Vorbesprechung (und als kleine "Gnadenfrist" bis Mittwoch 7.3.2012) per e-mail bei mir gemeldet haben, konnten nicht mehr aufgenommen werden. Die Referatsthemen sind alle verteilt, die kommenden Termine fix ausgebucht sozusagen.

Beste Grüße,
Anita Thaler

Donnerstag, März 08, 2012

Interessante Diskussion um LEGO

Sehen Sie sich bis zum nächsten Mal (13.3.) folgende Filme und Bilder an:

http://www.feministfrequency.com/2012/01/lego-gender-part-1-lego-friends/

http://www.feministfrequency.com/2012/02/lego-gender-part-2-the-boys-club/

http://yfrog.com/mnahixsj, yfrog.com/klgzllrj, yfrog.com/o0p7uwfj, yfrog.com/kg6xfwej

LV Termine und Orte - Achtung Änderungen!

MI 07.03.2012 17:00 18:30 HS 47.02 (Max Josef Metzger)

DI 13.03.2012 17:00 20:15 LS 15.03

DI 20.03.2012 17:00 20:15 LS 15.03 (1. Referatsblock)

DI 27.03.2012 17:00 20:15 HS 47.11 (Jon Sobrino) (2. Referatsblock)

DI 24.04.2012 17:00 20:15 LS 15.03 (3. Referatsblock)

DI 08.05.2012 17:00 20:15 IFZ Schlögelgasse 2:  IAS STS Conference-Session "Queerness in science and technology studies": http://www.ifz.tugraz.at/ias/IAS-STS/Upcoming-Activities/11th-Annual-IAS-STS-Conference

DI 12.06.2012 17:00 20:15 LS 15.03
Weitere Infos zum IFZ und Kontaktdetails:
http://www.ifz.tugraz.at/Team/Thaler-Anita

Mittwoch, März 07, 2012

Literaturliste

Einstieg ins Thema:
Gildemeister, Regine (2003). Geschlechterforschung (Gender Studies). In: Uwe Flick, Ernst von Kardoff & Ines Steinke (Hg.). Qualitative Forschung. Reinbeck bei Hamburg: rororo.
Wetterer, Angelika (2004). Konstruktion von Geschlecht: Reproduktionsweisen der Zweigeschlechtlichkeit. In: Ruth Becker & Beate Kortendiek (Hg.): Handbuch der Frauen- und Geschlechterforschung. Opladen: Leske & BudrichS. 122-131. Abrufbar unter: http://uk-online.uni-koeln.de/remarks/d3911/rm695937.pdf [31.1.2010]

Methoden-Literatur:

Allemann-Ghionda, Cristina (2004). Einführung in die Vergleichende Erziehungswissenschaft. Weinheim, Basel: Beltz.
Becker, Ruth & Kortendiek, Beate (Hrsg., 2004). Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Behnke, Cornelia & Meuser, Michael (1999). Geschlechterforschung und qualitative Methoden. Opladen: Leske + Budrich.
Bogner, Alexander; Littig, Beate, Menz, Wolfgang (Hrsg., 2005). Das Experteninterview. Theorie, Methode, Anwendung. 2. Auflage, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
Buchen, Sylvia, Hefferich, Cornelia & Maier, Maja S. (Hrsg., 2004). Gender methodologisch. Empirische Forschung in der Informationsgesellschaft vor neuen Herausforderungen. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Flick, Uwe, von Kardoff, Ernst & Steinke, Ines (2003, Hg.). Qualitative Forschung. Reinbeck bei Hamburg: rororo.
Küsters, Ivonne (2009). Narrative Interviews. Grundlagen und Anwendungen. Lehrbuch Hagener Studientexte zur Soziologie, 2. Aufl., Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Roth, Erwin & Holling, Heinz (Hrsg., 1999). Sozialwissenschaftliche Methoden. Lehr- und Handbuch für Forschung und Praxis. München, Wien: Oldenburg Verlag.
Steinke, Ines (2003). Gütekriterien qualitativer Forschung. In: Uwe Flick, Ernst von Kardoff & Ines Steinke (Hg.). Qualitative Forschung. Reinbeck bei Hamburg: rororo.

Referats-Texte:
 
Jansson, Sara (2010). „Listen to These Speakers“. Swedish Hi-Fi Enthusiats, Gender and Listening. In: Journal of the International Association for the Study of Popular Music, 1/2. Download: http://www.iaspmjournal.net/


Jukka Kortti and Tuuli Anna Mähönen (2009). Reminiscing Television : Media Ethnography, Oral History and Finnish Third Generation Media History. In : European Journal of Communication 2009 24: 49

Hofstätter, Birgit (2010). Gender relations in mainstream teenage films: The Twilight Saga. In: Sandra Karner & Günter Getzinger (Hrsg.). Proceedings of the 9th Annual IAS-STS Conference on Critical Issues in Science and Technology Studies. 2nd 4th May 2010, (CD-ROM). Graz: IFZ Eigenverlag. Download: http://ifz.at/ias/IAS-STS/Publications/Proceedings-9th-IAS-STS-Annual-Conference [19. 2. 2012]

Carmichael, James V., Jr. (1992). The Male Librarian and the Feminine Image: A Survey of Stereotype, Status, and Gender Perceptions. In: Library and Information Science Research 14: 411-46.

Archer, Louise; Pratt Simon D. & Phillips, David (2001). Working-class Men’s Constructions of Masculinity and Negotiations of (Non)Participation in Higher Education. In: Gender and Education, Vol. 13, No. 4, pp. 431–449, 2001

Gilbert, Anne-Francoise (2009). Disciplinary cultures in mechanical engineering and materials science. Gendered/gendering practices? In: Equal Opportunities International Vol. 28 No. 1, pp. 24-35.

Glick Peter & Fiske Susan T. (2001). An ambivalent alliance. Hostile and benevolent sexism as complementary justifications for gender inequality. In: Am Psychol. 2001 Feb;56(2):109-18.

Nikoleyczik, Katrin (2004). NormKörper: ›Geschlecht‹ und ›Rasse‹ in biomedizinischen Bildern. In: Sigrid Schmitz & Britta Schinzel (Hg.). Grenzgänge. Genderforschung in Informatik und Naturwissenschaften. Ulrike Helmer Verlag: Königstein. S. 133-148.

Leitner, Andrea & Wrobleski, Angela (2009). Meta-analysis of gender and science research. D31: country report Austria. In: http://www.genderandscience.org/doc/CReport_Austria.pdf [19. 2. 2012]

Heute beginnt die LV "Methoden der Geschlechterforschung"

Im Sommersemester 2012 widmen wir uns inhaltlich den Themen "Gender in der Popkultur", "Männlichkeiten" und "Geschlechterungerechtigkeiten", methodisch werden von der Fragebogenerhebung über Filmanalyse bis Ethnographie neuen verschiedene quantitative und qualitative Forschungsmethoden bearbeitet.

Donnerstag, Juni 09, 2011

Vortrag von Ulf M E L L S T R Ö M in Graz

G A S T V O R T R A G


von

Ulf M E L L S T R Ö M

Luleå University of Technology, Schweden

Title: Do men love machines more than women? A gendered history of exclusion and inclusion

Datum: Montag, 20. Juni 2011, Beginn: 18:30 Uhr

Ort: SR 15.39 (Universitätsstraße 15/G3, 8010 Graz) Der Vortrag findet in englischer Sprache statt.

Einladung im Namen des Forschungsschwerpunktes Geschlechtersoziologie und Gender Studies am Institut für Soziologie.

Freitag, Mai 27, 2011

Heteronormativität im Visier

In disem Blog soll das Konzept der Heteronormativität und seine empirische Umsetzbarkeit bzw. Grenzen diskutiert werden:

Blog "in view of heteronormativity"

Freitag, Mai 20, 2011

Nachzulesen

Liebe Studierende,

falls Sie sich näher für die in unserer Lehrveranstaltung erwähnten Praxisbeispiele der Geschlechterforschung interessieren, dann können Sie hier mehr Infos finden:

IFZ Geschlechterforschung

Mittwoch, März 30, 2011

Einladung Vortrag DO., 12. Mai 2011, 16.00 Uhr, RESOWI Graz

Die Koordinationsstelle für Geschlechterstudien, Frauenforschung und Frauenförderung,das Institut für Soziologie / Geschlechtersoziologie & Gender Studies der Universität Graz und das IFZ, der Grazer Standort des Instituts für Technik- und Wissenschaftsforschung der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt

laden ein zur ersten Veranstaltung der Reihe

TO BE PUBLISHED.

NachwuchswissenschafterInnen der Gender Studies präsentieren
neueste Forschungsergebnisse

Thema in 2011: „Geschlecht und Organisation“

Diese Veranstaltungsreihe versteht sich als Forum für den wissenschaftlichen Nachwuchs aus dem Bereich der Gender Studies und bietet eine Plattform für den Austausch mit Fachleuten und interessierter Öffentlichkeit. Die jährliche Präsentation zweier herausragender
Abschlussarbeiten der Genderforschung erlaubt einen Einblick in brandaktuelle Forschungsarbeiten ambitionierter NachwuchswissenschafterInnen der Universität Graz.

Jenny Käfer, MA und Susanne Kink, MA
"Bei uns sind alle gleich" - Eine soziologisch-empirische Untersuchung über
Frauen und Männer in Führungspositionen.


DO., 12. Mai 2011, 16.00 Uhr
LS 15.03, RESOWI, EG / Bauteil C, Universitätsstraße 15, 8010 Graz

Zum Vortrag: Auch nach zwanzig Jahren aktiver Gleichstellungspolitik gibt es sie weiterhin: die gläserne Decke, die in öffentlichen und privaten Arbeitsbereichen, in Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung Frauen den Zugang zu den obersten Etagen der Managementebenen erschwert.
In ihrer gemeinsamen Masterarbeit untersuchen Frau Käfer und Frau Kink die Situationen und Sichtweisen von Frauen und Männern in Führungspositionen sowie deren Organisationen.
Ziel ist es, anhand der Unterschiede und Übereinstimmungen von organisatorischen Strukturen und persönlichen Ausführungen fundierte Aussagen über tatsächliche Ein- und Aufstiegschancen für Frauen und damit zu Gleichstellungspotenzialen zu machen.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und Kommen!

Kontakt: Koordinationsstelle für Geschlechterstudien,
Frauenforschung und Frauenförderung
Karl-Franzens-Universität Graz
A- 8010 Graz, Beethovenstraße 19
Tel.: +43 316 380 5724
FAX: +43 316 380 9010
barbara.vogl-sammer@uni-graz.at
http://www.uni-graz.at/kffwww/

Freitag, März 18, 2011

Demo Frauentag

100 Jahre Internationaler Frauentag
Demonstration für Frauenrechte
am 19. März 2011, 14.00 Schwarzenbergplatz

http://zwanzigtausendfrauen.at/wp-content/uploads/2011/01/20000frauen_medium.pdf

Dienstag, März 15, 2011

Surftipp zur Qualitativen Sozialforschung

Hier finden Sie aktuelle Diskussionen und Positionen zur qualitativen Sozialforschung:

http://www.qualitative-research.net

Freitag, März 04, 2011

100 Jahre Internationaler Frauentag – 100 Jahre Kampf um Brot und Rosen

http://zwanzigtausendfrauen.at/2011/02/100-jahre-internationaler-frauentag-%E2%80%93-100-jahre-kampf-um-brot-und-rosen/

Donnerstag, März 03, 2011

Referatsthemen

In diesem Semester basieren alle 8 Referatsthemen auf einem Buch. Die unten angegebenen Titel sind Buchkapitel aus:

Sylvia Buchen, Cornelia Helfferich, Maja S. Maier (Hrsg., 2004). Gender methodologisch. Empirische Forschung in der Informationsgesellschaft vor neuen Herausforderungen. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.


1. Referatsblock: Thema „Sexuelle Gewalt, Pornografie“, 16. 3. 2011 (16-19:30h)
- Gruppendiskussion: Bettina Wilke. „Im Endeffekt ist es ein Trieb – es kommt nix anderes bei raus.“ Geschlechterkonstruktionen im Spiegel der Pornografie.
- (Problemzentriertes) Interview: Silke Birgitta Gahleitner. Zwischen Differenz und Dekonstruktion – Methodische Überlegungen zur Überschreitung des bipolaren Geschlechterdualismus in der Genderforschung nach einem Verfahren von Hagemann-White.

2. Referatsblock: Thema „Schule“, 30. 3. 2011 (16-19:30h)
- Befragung: Hannelore Faulstich-Wieland. Das Geschlechterthema an einem österreichischen Gymnasium mit monoedukativer Tradition. Erste Ergebnisse einer wissenschaftlichen Begleitung.
- Ethnografie: Damaris Güting. Die Thematisierung von Geschlechtszugehörigkeit in schulischen Interaktionen – eine Analyse von ethnografischen Beobachtungen

3. Referatsblock: Thema „Internet“, 6. 4. 2011 (16-19:30h)
- Dokumentenanalyse: Christiane Schmidt. Analyse von E-Mails zur Rekonstruktion von Diversity in virtuellen Teams.
- Sekundäranalyse: Annette Treibel, Elke Billes-Gerhart. Jugend und Neue Medien – eine Sekundäranalyse

4. Referatsblock: Thema „Medienbiographie“, 13. 4. 2011 (16-19:30h)
- Videoanalyse: Ralf Biermann, Sven Kommer. Triangulation zur Annäherung an die Medienbiografie und die Mediennutzung von Jugendlichen.
- Triangulation: Ralf Biermann, Sven Kommer. Triangulation zur Annäherung an die Medienbiografie und die Mediennutzung von Jugendlichen.

Dienstag, März 01, 2011

Literaturliste

Hier habe ich die grundlegenden Referenzen zum Seminar kurz kommentiert:

Becker, Ruth & Kortendiek, Beate (Hrsg., 2004). Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.
--> Einführungs- und Überblickswerk

Behnke, Cornelia & Meuser, Michael (1999). Geschlechterforschung und qualitative Methoden. Opladen: Leske + Budrich.
--> Gehen auf den möglichen Einfluss des Geschlechts der Forschenden ein

Buchen, Sylvia, Hefferich, Cornelia & Maier, Maja S. (Hrsg., 2004). Gender methodologisch. Empirische Forschung in der Informationsgesellschaft vor neuen Herausforderungen. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.
--> Aus diesem Buch stammen alle heuer diskutierten Artikel

Flick, Uwe, von Kardoff, Ernst & Steinke, Ines (2003, Hg.). Qualitative Forschung. Reinbeck bei Hamburg: rororo.
--> Standardwerk der qualitativen Sozialwissenschaften

Gildemeister, Regine (2003). Geschlechterforschung (Gender Studies). In: Uwe Flick, Ernst von Kardoff & Ines Steinke (Hg.). Qualitative Forschung. Reinbeck bei Hamburg: rororo.
--> Lesenswerter Einführungsbeitrag

Roth, Erwin & Holling, Heinz (Hrsg., 1999). Sozialwissenschaftliche Methoden. Lehr- und Handbuch für Forschung und Praxis. München, Wien: Oldenburg Verlag.
--> Allgemeines Methodenhandbuch

Rothmund, Jutta & Scheele, Brigitte (2004). Personenbezeichnungsmodelle auf dem Prüfstand, in: Zeitschrift für Psychologie, 212/1, S. 40–54.
--> Zu geschlechtergerechter Sprache

Steinke, Ines (2003). Gütekriterien qualitativer Forschung. In: Uwe Flick, Ernst von Kardoff & Ines Steinke (Hg.). Qualitative Forschung. Reinbeck bei Hamburg: rororo.
--> Sehr guter Beitrag zur Qualitätssicherung qualitativer Forschung

West, Candace & Zimmerman, Don H. (1987). Doing Gender. In: Gender & Society. 1 (2). S.125-151.
--> "Der Klassiker"

Wetterer, Angelika (2004). Konstruktion von Geschlecht: Reproduktionsweisen der Zweigeschlechtlichkeit. In: Ruth Becker & Beate Kortendiek (Hg.): Handbuch der Frauen- und Geschlechterforschung. Opladen: Leske & Budrich. S. 122-131.
--> Mittlerweile auch ein Standardartikel

Montag, Februar 28, 2011

Seminar beginnt am 2. März 2011

Und auch dieses Sommersemester findet wieder die Lehrveranstaltung "Methoden der Geschlechterforschung" statt.

Wir beginnen mit der Vorbesprechung: Mi, 2. März 2011, 16.00-18.00 Uhr
Die anderen geblockten LV-Termine sind: 16./30. März, 6./13. April 2011, 25. Mai 2011 jeweils Mi 16.00 – 19.30 Uhr

Jeweils im Seminarraum des IFZ in der Schlögelasse 2 - siehe auch:
www.ifz.tugraz.at/educate

Ich freue mich!

Montag, Dezember 13, 2010

Zusammenfassung eines Artikels zur digitalen Ethnographie

Christine Ofner hat diese Zusammenfassung geschrieben:

Gender in Play: Mapping a Girls’ Gaming Club
Zielgruppe: SchülerInnen einer Grundschule in Toronto.
Forschungsfrage: Es soll dargestellt werden, inwieweit Computerspiele immer noch als Männerdomäne angesehen werden.
Methodisches Vorgehen: Multimodal Application Program (MAP) – das Verhalten der TeilnehmerInnen wird visuell aufgezeichnet und dann analysiert. Das Programm spielt eine ausgewählte audiovisuelle Sequenz über mehrere Kanäle. Jeder Kanal bezeichnet einen eigenen Kommunikationsmodus (Handgesten, Lachen, etc.). Das Resultat ist eine Zeichenskala („semiotic score“), die für die Forschenden signifikante Interaktionen aufzeichnet. Zusätzlich füllen die SchülerInnen Fragebögen aus.
Die TeilnehmerInnen werden während der ersten Phase in nach Geschlechtern getrennte Spielgruppen eingeteilt, die an verschiedenen Tagen spielen und dabei von einer weiblichen Forscherin und dann einem männlichen Forscher koordiniert und aufgenommen werden. Hier gibt es drei Mädchengruppen, die über einen Zeitraum von 12 Wochen während der Mittagspausen und nach der Schule spielen. Diese Einheiten werden aufgezeichnet, in audiovisuelle Clips aufgeteilt (30 Sekunden bis 2 Minuten) und kodiert. Dabei werden verschiedene Formen von körperlicher und verbaler Interaktion während des Spiels aufgezeichnet. In der zweiten Phase des Projekts wird eine gemischtgeschlechtliche Gruppe eingerichtet, in der wiederum eine forschende Person aufzeichnet.
Ergebnisse: Im Text wird eine Aufzeichnung näher erklärt – fünf Mädchen werden von zwei Jungen beim Computerspiel gestört. Nachdem die Jungen gefragt haben, warum die Mädchen noch nicht das Spiel „Underground 2“ spielen, passiert eine nonverbale Aufforderung seitens eines Mädchens an die Jungen. Diese gehen darauf zur Konsole um sie neu aufzusetzen – bis sie ein anderes Mädchen zum Gehen auffordert. Hier wird ganz deutlich, wie sehr die „Expertenrolle“ der Jungen auch in den Mädchen verinnerlicht ist. Computerspiele sind noch immer eine Männerdomäne, auch wenn dies oft anders dargestellt wird.

Quelle:
Taylor, Nicholas; Jenson, Jennifer; de Castell, Suzanne (2007).
Mapping a Girl’s Gaming Club. In: Proceedings of DiGRA 2007 Conference,
Tokyo, Japan. In: http://www.digra.org/dl/db/07312.27373.pdf [24.9.2010]

Zusammenfassung eines Artikels zur teilnehmenden Beobachtung

Christine Ofner hat diese Zusammenfassung geschrieben:

Geschlechtshomogene Lerngruppen in Physik / Chemie
Zielgruppe: 16 männliche,14 weiblichen TeilnehmerInnen, sehr unterschiedliche kulturelle Erfahrungshintergründe, gemeinsames Ziel des positiven Hauptschulabschlusses.
Forschungsfrage: Durch die Erprobung von geschlechtshomogenen Lerngruppen im Physik-/Chemieunterricht soll herausgefunden werden:
- inwieweit sich diese auf das gegenstandsbezogene Selbstkonzept auswirken,
- ob sich die persönliche Einstellung geschlechtsspezifisch unterscheidet,
- wie das geschlechtsspezifische Interaktionsverhalten im Unterricht aussieht,
- welche Relevanz der praktische Unterricht im Labor für die obigen Fragestellungen hat.
Methodisches Vorgehen:
- „Gender-Einführungsworkshops“: Einführungsaufgabe, wobei die TeilnehmerInnen auf Kärtchen je drei Frauen- und Männerberufe nennen sollen, abschließende Diskussionsrunde dazu. Informationen über die getrennten Gruppen und die begleitende Evaluierung werden gegeben.
- Monoedukativer theoretischer Unterricht in getrennten Gruppen, Gruppendiskussion.
- Laborunterricht: eine Männer- und eine Frauengruppe, eine gemischte Gruppe, die TeilnehmerInnen dürfen mit Stimmzettel wählen.
- Evaluierung: Verschiedene qualitative Methoden zur gegenseitigen Validierung der Daten werden eingesetzt. Es gibt ein Experteninterview mit der Lehrperson, das aufgezeichnet, transkribiert und mit einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet wird. Weiters gibt es Gruppendiskussionen mit den TeilnehmerInnen, die aufgezeichnet werden, und teilnehmende Beobachtung im Labor durch die Lehrperson des theoretischen Unterrichts, die anhand eines Beobachtungsleitfadens das Kommunikations- und Gruppenverhalten der TeilnehmerInnen beobachtet und protokolliert.
Ergebnisse:
- Teilnehmerinnen: anfangs negatives Selbstkonzept, Unterricht leichter als erwartet, meinen, dass sie durch die Trennung ungehemmter sind, die Teilnehmer sind aus ihrer Sicht lauter, stellen mehr Fragen, nehmen von Mädchen wenig Unterstützung an. Die Bereitschaft zum Lernen außerhalb des Unterrichts ist bei den Teilnehmerinnen höher, Motivation zur aktiven Mitarbeit ist einfacher. Wenige, knappe Wortmeldungen.
- Teilnehmer: positives Selbstkonzept, das sich nicht verändert, erkennen nur vereinzelt Unterschiede im Verhalten, meinen, dass sie durch die Trennung ruhiger und konzentrierter sind. Viele Wortmeldungen.
- Die Anpassung des Unterrichtsinhalts an den Wissensstand und das Interesse der TeilnehmerInnen ist einfacher. Der Unterricht im Labor trägt wesentlich zum Lernerfolg bei.
Quelle:
König, Philip (2008). Geschlechterhomogene Lerngruppen in Physik /
Chemie. Erprobung und Evaluierung – WUK Monopoli Hauptschulabschluss.
Wien: Eigenverlag. In:
http://www.wuk.at/documents/articles/Geschlechterhomogene%20Lerngruppen%20-%20Erprobung%20und%20Evaluierung%202008.pdf
[28.9.2010]

Montag, November 08, 2010

Gender und Sport - zum Nachlesen

Anschließend an den tollen Vortrag von Lisa Scheer letzten Mittwoch, in dem sie uns vor allem über ihre neuesten Diksussionsgruppen-Ergebnisse berichtet hat, hier der passende Lesetipp:

Lisa Scheer (2010): Inkorporiertes und diskursives Geschlechterwissen von SportlerInnen in Mixed Teams. In: Angelika Wetterer (Hg.): Körper Wissen Geschlecht. Geschlechterwissen und soziale Praxis II, Königstein: Helmer, S. 183-201

Freitag, Oktober 29, 2010

Vortrag "Körper- und Geschlechterwissen am Spielfeld"

Die Soziologin Lisa Scheer wird nä. Woche am 3.11. im Rahmen der Lehrveranstaltung einen Vortrag zu "Körper- und Geschlechterwissen am Spielfeld" halten, in dem es u.a. um die empirische Methode der "Gruppendiskussion" geht, die nächstes Mal unser Thema sein wird.

ACHTUNG neuer Ort!

Liebe Studierende,

Sie haben bestimmt schon eine automatische Verständigung zur Änderung des Lehrveranstaltungsorts für die folgenden LVBlöcke erhalten. Wir möchten Ihnen noch einmal die Information zukommen lassen, dass alle folgenden Einheiten (ab dem 3.11.2010) in den Seminarräumlichkeiten unseres Instituts stattfinden werden. Somit können wir uns allen eine angenehmere Arbeitsatmosphäre in einem kleineren Raum schaffen und bleiben zu allen Terminen am selben Ort.

Die detaillierten Informationen zum neuen Abhaltungsort:

Tag - Datum - Zeit - Ort

Mi 03.11.10 16:15 - 20:15 IFZ, Schlögelgasse 2, Seminarraum Hochparterre, 8010 Graz

Mi 10.11.10 16:15 - 20:15 IFZ, Schlögelgasse 2, Seminarraum Hochparterre, 8010 Graz

Mi 01.12.10 16:15 - 20:15 IFZ, Schlögelgasse 2, Seminarraum Hochparterre, 8010 Graz

Mi 15.12.10 16:15 - 20:15 IFZ, Schlögelgasse 2, Seminarraum Hochparterre, 8010 Graz

Mi 12.01.11 16:15 - 20:15 IFZ, Schlögelgasse 2, Seminarraum Hochparterre, 8010 Graz


Das IFZ befindet sich direkt am Kaiser-Josef-Platz und der Eingang ist direkt gegenüber des Lokals 'Sägewerk'.


Mit herzlichen Grüßen,

Daniela Freitag und Anita Thaler

Donnerstag, Oktober 28, 2010

Was ist denn Geschlechterforschung?

In der Geschlechterforschung geht es
  • nicht darum Geschlecht als "fixes Merkmal" zur Unterscheidung von Individuen heranzuziehen (z.B. so wie manche naturwissenschaftliche Studien Geschlecht als sog. unabhängige Variable verwenden),
  • sondern es geht um immer wieder neu hergestellte Interaktionen ("doing gender") und
  • Fragen wie es zu dieser binären Kategorisierung von Geschlecht und letztendlich
  • zur Herstellung einer gewissen sozialen Ordnung (und damit verbundenen Hierarchiebildungen) kommt
(Regine Gildemeister 2003; siehe Literaturliste).

Montag, Oktober 11, 2010

Geschlechtergerechte Sprache

Für das Referat, Handouts, die Diskussion und die Seminararbeit gleichermaßen gilt das Beachten geschlechtergerechten Sprachgebrauchs.

Studien haben gezeigt (Rothmund & Scheele 2004; Irmer & Linner 2005):
  • Generisches Maskulinum führt zu asymmetrischem Referieren (auf Männer). Eine Fußnote „Frauen sind im Text mitgemeint“ bewirkte „Benachteiligungsdynamik“
  • Versalien-I führt zu asymmetrischem Referieren (auf Frauen)
  • Paarform und Paarform-Neutralisierung brachte symmetrische Referenz von Frauen und Männern
Deshalb gilt:


  1.  Wenn Frauen „mitgemeint“ sind, sollen sie explizit genannt werden, weil beim generischen Maskulinum eher Männer assoziiert werden. 
  2. Spielt das Geschlecht keine Rolle sind neutrale Formen vorzuziehen, weil sie einen geringeren „male bias“ als das generischen Maskulinum aufweisen. 
  3. In geschlechterstereotypen Kontexten bedarf es der bewussten Benennung (z.B. Elektrikerinnen, Informatikerinnen), um weibliche Assoziationen hervorzurufen (so wie sich ja auch Kindergartenpädagogen und Krankenpfleger nicht mitgemeint fühlen müssen und extra bezeichnet werden).

 Zum nachlesen:

Klann-Delius, Gisela (2005). Sprache und Geschlecht. Stuttgart, Weimar: J.B. Metzler.

Rothmund, Jutta & Scheele, Brigitte (2004). Personenbezeichnungsmodell auf dem Prüfstand. Lösungsmöglichkeiten für das Genus-Sexus-Problem auf Textebene. In: Zeitschrift für Psychologie, 212 (1), 40-54. Göttingen: Hogrefe Verlag.

Irmer, Lisa & Linner, Ute (2005). Die Repräsentation generisch maskuliner Personenbezeichnungen. Eine theoretische Integration bisheriger Befunde. In: Zeitschrift für Psychologie, 213 (3), 167-175. Göttingen: Hogrefe Verlag.



 


 

Mittwoch, Oktober 06, 2010

In diesem Semester 'Team-Teaching'

Liebe Studierende des Seminars "Methoden der Geschlechterforschung",

in diesem Semester findet die LV ausnahmsweise auch im WS und zwar im 'Team-Teaching' statt. Daniela Freitag und Anita Thaler leiten dieses Seminar gemeinsam.

Zur Forschung der beiden Vortragenden siehe:

www.ifz.tugraz.at/frauen

Literaturliste

Basis-Artikel:

Gildemeister, Regine (2003). Geschlechterforschung (Gender Studies). In: Uwe Flick, Ernst von Kardoff & Ines Steinke (Hg.). Qualitative Forschung. Reinbeck bei Hamburg: rororo.
Wetterer, Angelika (2004). Konstruktion von Geschlecht: Reproduktionsweisen der Zweigeschlechtlichkeit. In: Ruth Becker & Beate Kortendiek (Hg.): Handbuch der Frauen- und Geschlechterforschung. Opladen: Leske & BudrichS. 122-131. Abrufbar unter: http://uk-online.uni-koeln.de/remarks/d3911/rm695937.pdf [31.1.2010]

Methoden-Literatur:

(Auswahl)

Allemann-Ghionda, Cristina (2004). Einführung in die Vergleichende Erziehungswissenschaft. Weinheim, Basel: Beltz.


Becker, Ruth & Kortendiek, Beate (Hrsg., 2004). Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Behnke, Cornelia & Meuser, Michael (1999). Geschlechterforschung und qualitative Methoden. Opladen: Leske + Budrich.

Bogner, Alexander; Littig, Beate, Menz, Wolfgang (Hrsg., 2005). Das Experteninterview. Theorie, Methode, Anwendung. 2. Auflage, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.
Buchen, Sylvia, Hefferich, Cornelia & Maier, Maja S. (Hrsg., 2004). Gender methodologisch. Empirische Forschung in der Informationsgesellschaft vor neuen Herausforderungen. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Flick, Uwe, von Kardoff, Ernst & Steinke, Ines (2003, Hg.). Qualitative Forschung. Reinbeck bei Hamburg: rororo.

Küsters, Ivonne (2009). Narrative Interviews. Grundlagen und Anwendungen. Lehrbuch Hagener Studientexte zur Soziologie, 2. Aufl., Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften.

Roth, Erwin & Holling, Heinz (Hrsg., 1999). Sozialwissenschaftliche Methoden. Lehr- und Handbuch für Forschung und Praxis. München, Wien: Oldenburg Verlag.

Steinke, Ines (2003). Gütekriterien qualitativer Forschung. In: Uwe Flick, Ernst von Kardoff & Ines Steinke (Hg.). Qualitative Forschung. Reinbeck bei Hamburg: rororo.

Methoden der Geschlechterforschung WS 2010/2011

Bitte melden Sie sich unbedingt im Uni-Online-System an:
https://online.uni-graz.at/kfu_online/lv.detail?clvnr=270161


Tag - Datum - Zeit - Ort


Mi 13.10.10 16:15 - 18:45 LS 15.03

Mi 03.11.10 16:15 - 20:15 LS 15.03

Mi 10.11.10 16:15 - 20:15 SR 15.33

Mi 01.12.10 16:15 - 20:15 HS 47.11

Mi 15.12.10 16:15 - 20:15 HS 47.11

Mi 12.01.11 16:15 - 20:15 LS 15.03

Mittwoch, März 17, 2010

Methodenliteratur im Internet

Im Internet gibt es viele gute Quellen, eine auf die ich selbst gerne zurückgreife ist diese:


http://www.qualitative-research.net/
 
Trotzdem bleibt mein erster Tipp für Ihre Referate und Seminararbeiten:
 
Gehen Sie in die Uni-Biliothek, durchstöbern Sie dort sozialwissenschaftliche Methodenbücher. Gerade Methodenliteratur ist in Büchern zu finden, da sich das Wissen dazu zwar ständig erweitert und ausdifferenziert, aber Interviews, Inhaltsanalysen, Fragebogen etc. gehören zu den "Klassikern".
 
A. Thaler

Donnerstag, März 04, 2010

Wo Sie beginnen können zu lesen ...

Basis-Artikel:

Gildemeister, Regine (2003). Geschlechterforschung (Gender Studies). In: Uwe Flick, Ernst von Kardoff & Ines Steinke (Hg.). Qualitative Forschung. Reinbeck bei Hamburg: rororo.

Wetterer, Angelika (2004). Konstruktion von Geschlecht: Reproduktionsweisen der Zweigeschlechtlichkeit. In: Ruth Becker & Beate Kortendiek (Hg.): Handbuch der Frauen- und Geschlechterforschung. Opladen: Leske & BudrichS. 122-131. Abrufbar unter: http://uk-online.uni-koeln.de/remarks/d3911/rm695937.pdf [31.1.2010]

Methoden-Literatur:
(Auswahl)

Allemann-Ghionda, Cristina (2004). Einführung in die Vergleichende Erziehungswissenschaft. Weinheim, Basel: Beltz.

Becker, Ruth & Kortendiek, Beate (Hrsg., 2004). Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Behnke, Cornelia & Meuser, Michael (1999). Geschlechterforschung und qualitative Methoden. Opladen: Leske + Budrich.

Buchen, Sylvia, Hefferich, Cornelia & Maier, Maja S. (Hrsg., 2004). Gender methodologisch. Empirische Forschung in der Informationsgesellschaft vor neuen Herausforderungen. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Flick, Uwe, von Kardoff, Ernst & Steinke, Ines (2003, Hg.). Qualitative Forschung. Reinbeck bei Hamburg: rororo.

Roth, Erwin & Holling, Heinz (Hrsg., 1999). Sozialwissenschaftliche Methoden. Lehr- und Handbuch für Forschung und Praxis. München, Wien: Oldenburg Verlag.

Steinke, Ines (2003). Gütekriterien qualitativer Forschung. In: Uwe Flick, Ernst von Kardoff & Ines Steinke (Hg.). Qualitative Forschung. Reinbeck bei Hamburg: rororo.

Dienstag, Februar 23, 2010

Aufgabe bis zum 10.3.2010

Liebe Studierende der "Methoden der Geschlechterforschung"!,
sobald Sie am 3.3.2010 wissen, dass Sie einen Fixplatz im Seminar haben, gibt es auch schon die erste Aufgabe für Sie:

1.) Lesen Sie diesen Artikel bis zum ersten LV-Termin am 10.3.2010:

Wetterer, Angelika (2004). Konstruktion von Geschlecht: Reproduktionsweisen der Zweigeschlechtlichkeit. In: Ruth Becker & Beate Kortendiek (Hg.): Handbuch der Frauen- und Geschlechterforschung. Opladen: Leske & BudrichS. 122-131. Abrufbar unter: http://uk-online.uni-koeln.de/remarks/d3911/rm695937.pdf

2.) Fassen Sie die 5-7 Grundaussagen des Artikels kurz zusammen (ca. 250 Wörter) und finden Sie in der Bibliothek bzw. Online (z.B. über http://scholar.google.at/ oder http://meta.rrzn.uni-hannover.de/) eine Definition von „doing gender“ (zitieren Sie diese inkl. Quellenverweis).

3.) Mailen Sie Ihre Aufgabenlösung an thaler@ifz.tugraz.at und bringen Sie diese zusätzlich ausgedruckt am 10.3.2010 mit (max. 1 Seite; Ihren Namen nicht vergessen).

Auf ein spannendes Semester freut sich,
Anita Thaler

Dienstag, Januar 12, 2010

LV-Termine Sommersemester 2010

Vorbesprechung: Mi, 3. März 2009, 16.00 –18:00 Uhr (Anwesenheit beim Vorbesprechungstermin ist unbedingt notwendig!)

LV-Termine: 10./24. März, 21./28. April, 12. /26.Mai 2010:
jeweils Mi 16.00 – 19.00 Uhr

Ort: Seminarraum des IFZ: Schlögelgasse 2 (Hochparterre), 8010 Graz

Mittwoch, Mai 27, 2009

Die sieben Gebote für Ihre Seminararbeit! :-)

Liebe Studentinnen,

nach erster Korrektur Ihrer Seminararbeiten, zeichnen sich folgende Punkte ab, die zur - wesentlichen - Verbesserung vieler Seminararbeiten beitragen könnten:

  1. Achten Sie auf Ihr Thema! (Es handelt sich dabei um die von Ihnen ausgesuchte Forschungsmethode, nicht den Inhalt des Artikels. Und dieses Thema, diese Methode muss sich durch alle behandelten Punkte durchziehen, sei es Güte der Forschungsmethode o.a.)
  2. Kennzeichnen Sie im Inhaltsverzeichnis oder im Text (Überschriften), wer von Ihnen was geschrieben hat.
  3. Überprüfen Sie Ihre Arbeit auf Rechtschreib-, Grammatik- und Tippfehler.
  4. Verwenden Sie nur wörtliche Zitate, wenn Sie es selbst nicht besser ausdrücken können, nicht um sich Denkarbeit oder Paraphrasierarbeit zu sparen.
  5. Machen Sie nur nach jedem neuen Gedanken einen neuen Absatz, nicht nach jedem Satz. (Und keinesfalls eine Leerzeile zwischen einzelne Sätze.)
  6. Eine Forschungsfrage (ungerichtet; oder aber eine gerichtete Hypothese) sucht nach neuen wissenschaftlichen Erkentnissen und basiert auf dem aktuellen Forschungsstand. Eine Forschungsfrage ist keine Interviewfrage!
  7. Geben Sie alle Ihre Quellen IMMER an, d.h. bei jedem Satz bzw. Absatz, der einen Gedanken oder Text einer anderen Person wiedergibt. Wenn aus derselben Literatur weiterzitiert bzw. paraphrasiert wird, dann kann anstelle (AutorIn + Jahreszahl) auch (ebda.) für "ebenda" geschrieben werden. Und achten Sie darauf, dass Sie alle Quellen auch im Literaturverzeichnis angeben.

Anita Thaler grüßt

Freitag, April 24, 2009

Digitale Ethnographie - Übungen zum Referat

Dies ist eine Übung von Geißler Claudia und Wolf Eva , machen Sie entweder Übung 1 oder 2 und schreiben Sie Ihre Antwort in ein Kommentar - bis zum nächsten Termin!

Übungsmöglichkeit 1
Versucht in Kleingruppen ein Forschungsdesign für die Untersuchung eines Reiseblogs zu entwickeln.
Unsere Forschungsfrage:
Wie wird Heimweh von Frauen und Männern in Reiseblogs thematisiert? Gibt es genderspezifische Unterschiede?
Übungsmöglichkeit 2
Mögliche Forschungsfelder:
http://www.youtube.com/watch?v=6gmP4nk0EOE
Welche Forschungsfragen würden euch interessieren? In welchem Feld würdet ihr diese mit Hilfe der digitalen Ethnografie überprüfen?

Mittwoch, April 22, 2009

Tipps für Ihre Seminararbeit

Zu den bereits im ersten Handout ausgeführten Rahmenbedingungen, wie Ihre Seminararbeit verfasst sein sollte, hier noch ein paar Fragen, die Sie vor dem Abgeben für sich beantworten sollten:

* Sind bei gemeinschaftlich verfassten Seminararbeiten die Anteile der jeweiligen AutorIn klar gekennzeichnet (z.B. durch Hinzufügen des jeweiligen Namens im Inhaltsverzeichnis)?

* Sind in der Seminararbeit alle im Handout genannten Punkte abgedeckt (insbesondere: Wurde ein weiterer Artikel beschrieben bzw. eine eigene Forschungsfrage mit der beschriebenen Methode konzipiert, ausgeführt und zumind. ansatzweise beantwortet?)?

* Sind alle Fragen 1. unter dem Aspekt der Geschlechterforschung und 2. passend zu Ihrer Methode behandelt worden (z.B. Forschungsfragen, weiterer Artikel)?

* Haben Sie geeignete Literatur verwendet (z.B. solche über qualitative Gütekrieterien für qualitative Forschungsmethoden und quantitative ausschließlich für quantitative Methoden)?


Und hier noch einige Tipps zum weiterlesen:

Von der Abteilung Weiterbildung der Uni Graz:http://www-gewi.uni-graz.at/weiterbildung/materialien/verfassen_von_seminararbeiten.pdf

Von Daniela Holzer, Uni Graz:http://www-gewi.uni-graz.at/weiterbildung/materialien/wissenschaftl_schreiben_leitfaden.pdf

Von Werner Stangl, Uni Linz:http://paedpsych.jk.uni-linz.ac.at/INTERNET/ARBEITSBLAETTERORD/PRAESENTATIONORD/ReferatKonz.html

Viel Spaß beim Schreiben!

Montag, April 06, 2009

ad "Güte der Forschungsmethode"

Bei quantitativen wissenschaftlichen Methoden gibt es die drei klassischen Gütekriterien die z.B. in experimentellen Versuchsdesigns z.T. auch ausgerechnet werden können - wie aber sollen qualitative wissenschaftliche Methoden bewertet werden? Sind sie weil man sie nicht berechnen kann, weniger wert?

NEIN!

Zum einen sind die drei sog. klassischen Gütekriterien - vor allem die Objektivität - vielfach kritisiert worden (z.B. Sandra Harding 1994). Zum anderen geht es nicht nur um berechenbare Faktoren wenn wissenschaftliche Güte diskutiert wird. Bei der Bewertung wissenschaftlicher Arbeiten spielt es eine wesentliche Rolle, ob die verwendeten Methoden adäquat sind und ob die daraus gewonnenen Erkenntnisse bedeutsam sind (diese Bedeutsamkeit hängt u.a. damit zusammen wie qualitativ gut eine Methode ist UND im konkreten Fall ausgeführt wurde).

Deshalb sollte man sich einige Fragen stellen:

  • Erhebt die Methode wirklich das, was in der Hypothese bzw. Forschungsfrage thematisiert wird?
  • Ist die Methode so beschrieben, dass sie nachvollzogen werden kann?
  • Welche Erkenntnisse sollen in welchem Rahmen gewonnen werden - kann die Methode das?
  • etc.

Siehe dazu meinen Blogeintrag vom März 16, 2009:

Mittwoch, März 18, 2009

Hausübung

Liebe Studentinnen,
da wir bis zum nächsten Mal eine längere Pause haben, widmen Sie sich bitte in der Zwischenzeit dieser kleinen "Hausübung":

Lesen Sie diesen Artikel von Regine Gildemeister zur Geschlechterforschung:
http://www.ifz.tugraz.at/educate/Gildemeister.pdf

und posten Sie als Kommentar zu diesem Post:

1.) eine wesentliche Erkenntnis aus dem Artikel mit kurzer Begründung, warum diese Botschaft für Sie zentrale Bedeutung hat;

und achten Sie dabei darauf
2.) dass Ihre Erkenntnis nicht bereits in einem älteren Kommentar Ihrer Kolleginnen bereits veröffentlicht wurde.

D.h. nach dem lesen des Artikels und dem identifizieren der wichtigen Botschaften des Artikels, müssen Sie alle Kommentare Ihrer Kolleginnen lesen, bevor Sie Ihren eigenen Kommentar veröffentlichen!

Abgabedatum: 2.4.2009 (wobei: je früher Sie posten, umso leichter ist es eine "neue" zentrale Botschaft aus dem Artikel zu finden).

Bis zum nächsten Mal,
Anita Thaler

Dienstag, März 17, 2009

Mitbelegung

Denken Sie unbedingt an Ihr Studienblatt (Mitbelegung an der Uni Klagenfurt) und Ihre Bearbeitungsnummer - bitte in die Lehrveranstaltung mitbringen bzw. an mich mailen!

A. Thaler

Nachlese

Liebe Studierende,

beim letzten Mal habe ich Ihnen exemplarisch 2 Arten der Medienanalyse vorgestellt. Hier können Sie Genaueres nachlesen:

Thaler, Anita (2008). Geschlechterwissen in virtuellen Lernräumen. In. Jutta Pauschenwein & Maria Jandl. (Hrsg.) 10 Jahre E-Learning in Österreich. Festschrift zum zehnjährigen Bestehen des „ZML – Innovative Lernszenarien“ an der FH JOANNEUM. In: http://www.fh-joanneum.at/aw/home/Forschung_und_Entwicklung/zml/Publikationen/Papers/~bjjp/zml_papers_/?lan=de [05.06.2008], S. 50-61.

Thaler, Anita (2008). Technikbilder in Jugendzeitschriften, Poster, präsentiert im Rahmen der „Langen Nacht der Forschung“, Universität Klagenfurt. In: http://www.motivation-project.com/files/documents/Poster-WP2_Thaler_DIN_A3a.pdf [12. 12. 2008]

Ich bin schon gespannt auf Ihre Ergebnisse aus der Tageszeitungsanalyse,
Anita Thaler

Montag, März 16, 2009

Güte qualitativer Forschung (nach Ines Steinke 2003)

Kernkriterien und dazugehörige Prüfmethoden:

1. Intersubjektive Nachvollziehbarkeit (zur Bewertung der Ergebnisse)
- Dokumentation des Forschungsprozesses
- Interpretationen in Gruppen
- Anwendung kodifizierter (regelgeleiteter) Verfahren


2. Indikation des Forschungsprozesses (Gegenstandangemessenheit)
- Indikation des qualitativen Vorgehens
- Indikation der Methodenwahl
- Indikation von Transkriptionsregeln
- Indikation der Samplingstrategie
- Übereinstimmung von Erhebungsmethoden und Auswertung
- Indikation der Bewertungskriterien


3. Empirische Verankerung (der Theoriebildung)
- Verwendung kodifizierter Methoden
- Hinreichende Textbelege (für entwickelte Theorie)
- Analytische Induktion (d.h. Falsifikationen erfordern Umdefinition des Phänomens bzw. Umformulierung der Hypothese)
- Prognosen können abgeleitet werden
- Kommunikative Validierung (Untersuchte Personen stimmen der abgeleiteten Theorie zu)


4. Limitation (Grenzen der Verallgemeinerbarkeit der Theorie)
- Fallkontrastierung (Fälle, die die Theorie maximal und minimal erfüllen, werden miteinander verglichen)
- Suche nach abweichenden, negativen und extremen Fällen

5. Kohärenz (Theorienkonsistenz)
- Prüfung ob die Theorie kohärent ist
- Prüfung ob Widersprüche in Daten bzw. Interpretationen bearbeitet wurden


6. Relevanz (pragmatischer Nutzen)
- Relevanz der Fragestellung
- Beitrag der entwickelten Theorie


7. Reflektierte Subjektivität (Rolle der / des Forschenden als Subjekt)
- Selbstbeobachtung begleitend zum Forschungsprozess
- Reflexion persönlicher Voraussetzungen
- Existenz einer Vertrauensbeziehung der Forschenden zu InformantInnen
- Reflexionen während des Feldeinstiegs

Quelle:
Steinke, Ines (2003). Gütekriterien qualitativer Forschung. In: Uwe Flick, Ernst von Kardoff & Ines Steinke (Hg.). Qualitative Forschung. Reinbeck bei Hamburg: rororo.

Zusätzlicher Lesetipp:

http://www.ztg.tu-berlin.de/download/legewie/Dokumente/Vorlesung_12.pdf

Sonntag, März 15, 2009

Ausgewählte Methoden-Literatur

Allemann-Ghionda, Cristina (2004). Einführung in die Vergleichende Erziehungswissenschaft. Weinheim, Basel: Beltz.

Becker, Ruth & Kortendiek, Beate (Hrsg., 2004). Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Behnke, Cornelia & Meuser, Michael (1999). Geschlechterforschung und qualitative Methoden. Opladen: Leske + Budrich.

Buchen, Sylvia, Hefferich, Cornelia & Maier, Maja S. (Hrsg., 2004). Gender methodologisch. Empirische Forschung in der Informationsgesellschaft vor neuen Herausforderungen. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Flick, Uwe, von Kardoff, Ernst & Steinke, Ines (Hrsg., 2003). Qualitative Forschung. Reinbeck bei Hamburg: rororo.

Roth, Erwin & Holling, Heinz (Hrsg., 1999). Sozialwissenschaftliche Methoden. Lehr- und Handbuch für Forschung und Praxis. München, Wien: Oldenburg Verlag.

Montag, März 02, 2009

Geschlechterrepräsentationen in Medien

Liebe Studierende,
eines unserer ersten Themen wird die Representation von Geschlecht in Medien sein.

  • Welche Medien gibt es?
  • Welche davon könnten aus Geschlechterforschungsperspektive relevant sein?
  • Was bedeutet es Gender als Analysekriterium zu verwenden?
  • Was verseteht man unter/Wie funktioniert Medienanalyse?
  • Ist Medienanalyse gleich Medienanalyse? Anders gefragt: Was ist das konkrete Ergebnis einer Medienanalyse?

Diese und andere Fragen sehen wir uns die nächsten Male genauer an, bevor wir zu weiteren interessanten Feldern und Methoden der Geschlechterforschung weitergehen. Vielleicht schauen Sie ja schon ein wenig im Internet oder in einer Bibliothek nach, ob Sie Antworten zu diesen Fragen finden - oder vielleicht haben Sie ja schon selbst konkrete empirische Arbeiten dazu gemacht? Bringen Sie alles mit: Gelesenes, Gefundenes, Erlebtes.

Wir sehen uns am Mittwoch, ich freue mich schon!
Anita Thaler

Freitag, April 25, 2008

Metaanalyse - Sekundäranalyse - Ethnographie

Liebe Studierende,

vorgestern sind einige Begrifflichkeiten aufgetaucht und nicht ganz eindeutig geklärt worden, das möchte ich hiermit nachholen.

Zu unserer Diskussion über Metaanalysen und Sekundäranalysen habe ich auf den Webseiten der Universität zu Köln -Humanwissenschaftliche Fakultät: Department Psychologie eine sehr hilfreiche Erklärung gefunden:
"Nach Glass (1976, S. 3) versteht man unter Metaanalyse eine Art Tertiäranalyse. „Primary
analysis is the original analysis of data in a research study. (…) Secondary analysis is the
re-analysis of data for the purpose of answering the original research question with better
statistical techniques, or answering new questions with old data. (…) Meta-analysis refers
to the analysis of analyses. I use it to refer to the statistical analysis of a large collection of
analysis results from individual studies for the purpose of integrating the findings." (Zitat aus: http://www.uni-koeln.de/phil-fak/psych/methoden/veranstaltungen/evaluation/methoden/Evaluation-Methoden-07-Metaanalyse.pdf [24. 4. 2008])

Somit ist die Metaanalyse eine Art Evaluationsverfahren bestehender Studien und Sekundäranalysen analysieren neue Sachverhalte mit bereits existierenden Daten (Stichwort: "desk research", vgl. Roth & Holling 1999 - Sozialwissenschaftliche Methoden.)

Und noch eine Begriffsklärung: Ethnographie, schreibt Lüders (in Flick et al. 2003 - Qualitative Forschung), kann man als "Beschreibungen von kleinen Lebenswelten verstehen" (S. 389). Und weiter: "Diese Studien untersuchen vor allem die Perspektiven der Teilnehmer, ihre Wissensbestände und -formen, ihre Interaktionen, Praktiken und Diskurse" (Lüders 2003, S. 390).

Und für künftige Referate bzw. Ihre Seminararbeiten bitte Begriffsklärungen mitliefern!

Anita Thaler

Mittwoch, April 09, 2008

Schönheitsideal, Medien und Geschlecht

Falls Sie sich für diese Thema interessieren, kann ich folgenden Artikel zum Einlesen empfehlen:


Nina Degele (2004). „Schön mache ich mich für mich“ – Schönheitshandeln als erfolgsorientiertes Handeln. In: http://www.soziologie.uni-freiburg.de/degele/material/pub/schHandeln.pdf

Anita Thaler grüßt

Mittwoch, April 02, 2008

Dokumentarische Interpretation

Ein Lesetipp zur dokumentarischen Methode der Interpretation von Interviewmaterial (eigent sich auch für Fokus Gruppen u.a.):

Nohl, Arnd-Michael (2005). Dokumentarische Interpretation narrativer Interviews. In: bildungsforschung, Jahrgang 2, Ausgabe 2. In: http://www.bildungsforschung.org/bildungsforschung/Archiv/2005-02/interview?format=print [1. 4. 2008]

Mittwoch, März 26, 2008

Zusammenfassung von "Jo Reichertz: Zur Gültigkeit von Qualitativer Sozialforschung“ von Elisabeth Kunz

Zusammenfassung von Elisabeth Kunz:

"Der Soziologe und Kommunikationsforscher Jo Reichertz beschäftigt sich in der Schrift „ Zur Gültigkeit von Qualitativer Sozialforschung“ mit der Frage nach der Ermittlung der Argumente und Verfahren, die in Äußerungen von WissenschaftlerInnen benutzt werden, um die Gültigkeit ihrer Aussagen gegenüber der (Fach-)Öffentlichkeit aufzuweisen. Das Ziel ist es, daraus symbolisches genauso wie natürliches oder besser gesagt vor allem ökonomisches Kapital zu schlagen.

Reichertz erwähnt in seinem Text vier Methoden zur Begründung von Gültigkeit (Validität), nämlich die Absicherung mit Hilfe des Hinweises auf eine Autorität, mit Hilfe des Gebrauchs der Vernunft, mit Hilfe der Inanspruchnahme persönlicher Hellsichtigkeit und mittels eigener empirischer Forschung.
Diese vier Verfahren sind Ergebnis der (Re-)konstruktion von Idealtypen.
Die erste Methode hat eine sehr lange Tradition und kann ihre religiöse Abstammung nicht verleugnen.
Sehr lange wurde die Gültigkeit von Aussagen mit Hilfe von Büchern bekannter Autoritäten, wie Aristoteles und andere griechische Autoren, geprüft.
Diese Methode ist auch heute noch in vielen Ebenen wissenschaftlicher Auseinandersetzung zu finden.
Auch die zweite Methode ist religiösen Ursprungs. Hier geht es um eine bestimmte Art des Philosophierens, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie den Gebrauch der Vernunft oder des Verstandes impliziert.
Wichtig ist hierbei, dass die Vernunft als göttliche Gabe und Werkzeug gedeutet wird.
An die dritte Methode wird die Genialität der WissenschaftlerInnen gebunden.
Letztlich wieder eine „Gabe Gottes“ wird die Validität gekoppelt an die Kreativität und an die Fähigkeit Neues zu entdecken.
Mit dem Aufkommen des Empirismus, die vierte Methode, kommt als Argument zur Begründung von Gültigkeit die Beobachtung auf. Diese gilt seither als sicherste und beste Methode zur Erlangen von gültigen Aussagen.

Menschen orientieren sich meistens an gesellschaftlichen Ordnungen, die sich permanent im Wandel befinden und die zudem „subkulturell fragmentiert“ sind.
Somit können diese Ordnungen nur lokal gelten und ändern sich stetig.

Reichertz spricht in Folge von der Notwendigkeit von Ungenauigkeiten.
Mit „Ungenauigkeiten“ kommt man in der Regel schneller voran, als mit absoluter Gewissheit, da wenn diese eintritt, man nicht mehr bereit ist weiter zu gehen, sondern genau auf diesem Punkt verharren wird. Ungenauigkeit wird somit nicht als Not, sondern aus Tugend gesehen.
Menschen neigen, laut dem Autor, stark zu qualitativen Induktionen.

Ein/e WissenschaftlerIn muss an folgenden Überzeugungen festhalten:
Fiktive Deutungen sind sehr wichtig. Diese sind Imaginationen von Behauptungen, die wenn sie zuträfen, Sinn machen.
Wissenschaftliche Urteile können mit Hilfe von „wahr/falsch“ bewertet werden.
Alle Urteile und Deutungsroutinen müssen einem systematischen Zweifel unterzogen werden. Dies ist der Kern von Forschung.
Subjekte handeln nicht zwanghaft nur auf Grund von äußeren Einflüssen.
Für die Sozialforschung ist wichtig, die Bedeutung nachzuzeichnen, die das Handeln für den Handelnden hatte.
Die Arbeit des/der ForscherIn besteht darin, bei der Beobachtung und Darstellung die in seiner wissenschaftlichen Kultur vorhandenen Deutungen von Welt zu verflüssigen.
Die hermeneutische Deutung von Daten ist als Versuch zu werten, eine singuläre und vielleicht auch neue Erfahrung an den bereits bestehenden Kosmos weiter auszuweiten.

Auf unterschiedliche Weise gehen reflexive WissenssoziologInnen mit der Perspektivengebundenheit und dem Gültigkeitsanspruch, dem sie nicht abschwören wollen oder können, um.
Die Wissenssoziologie kann nicht mehr problemlos von der Gültigkeit ihrer Aussagen sprechen. Dies ist ein Problem, für dessen Lösung drei unterschiedliche Großstrategien entwickelt wurden.
Die erste Strategie, „ Begründung durch persönliches Charisma“ genannt, bezieht sich darauf, dass die entscheidende Erkenntnis als genialer Akt zu sehen ist, der von keiner/m anderen vollbracht werden konnte.
Also wird dem Charisma der Person die Gültigkeit zu geschrieben.
Die zweite Strategie, bezeichnet als „ Begründung durch Verstand“, versucht die Ergebnisse mit Hilfe von spezifischen Verfahren zu beweisen.
Nicht mehr die Genialität der WissenschaftlerInnen, sondern die wissenschaftlich etablierten Methoden sollen die Gültigkeit hervorbringen.
Innerhalb dieser Strategie finden sich drei Varianten: die Rechtfertigung mit Hilfe der Methode der phänomenologischen Reduktion, die Rechtfertigung mit Hilfe des Verfahrens der Methoden-Triangulation und die Rechtfertigung mit Hilfe der Methode „datengeschützte Perspektivenkonstruktionen“.
Ziel der ersten Variante, die vor allem von Vordenkern der Wissenssoziologie verwendet wurde, ist es, den „sozialen Schleier“ wegzuziehen und damit die Dinge selbst sichtbar zu machen. Soll heißen, dass man versuchen soll, bei der Welterkenntnis möglichst Abstand von sozialer Einkleidung und historischen Kontexten zu nehmen, bzw. diese zu reduzieren.
Die zweite Variante versucht die Erkenntnis von der wissenschaftlichen Perspektivität produktiv zu nutzen: die qualitativen Verfahren werden mit quantitativen ergänzt, die Feldstudien mit Interviews und Fragebögen, die Interaktionsanalyse mit Experiment und Beobachtung.
Die letzte und scheinbar auch „realistischste“ Variante, bezieht sich auf die Sequenzanalyse.

Die dritte Strategie „Begründung durch den wissenschaftlichen Diskurs“ besteht darin, die Vielfältigkeit von Berufsgruppen zu nutzen.
Somit wird der so genannte „innerwissenschaftliche Diskurs“ wichtig.
Weder die eigene Genialität, noch die Verfahren bringen die Erkenntnis, sondern die Gruppe wird wichtig. Somit wird die Perspektivenvielfalt einer Professionsgruppe verwendet, um auf die Erkenntnis zu kommen.

Reicherzt schildert die aktuelle, scheinbar eher schlechte Situation der Methoden- und Methodologiedebatte und nennt einige Gründe, die seiner Meinung nach dazu beitragen, dass die Debatte nicht mehr so honoriert wird.
Zum einen nennt er das Problem, dass wissenschaftliche Schriften seit den sechziger Jahren nicht mehr nur hauptsächlich für FachkollegInnen publiziert werden, sondern auch für Laien. Somit muss in Folge auf langatmige und schwierige Erklärungen verzichtet werden. Das Gros der Bevölkerung, bzw. der LeserInnen interessiert sich für das „Was“, also für das Resultat der wissenschaftlichen Forschung und viel weniger für das „Wie“.
Als weiteren Punkt nennt der Autor die Medien und deren zunehmende Wichtigkeit.
Denn auch hier gilt es schnelle, kurze, neue und interessante Deutungen der Welt zu zeigen und man verzichtet auf lange Ausschweifungen und Erklärungen.
Von Interesse scheinen nur exotische Themen, außergewöhnliche Erkenntnisse und ein ästhetisch ansprechender Stil zu sein.
Weiters beschäftigt sich Reichertz mit der Wissenschaftsfinanzierung, die laut ihm, seit zwei Jahrzehnten auf ca. dem gleichen Level stehen geblieben ist.
Dadurch wird ein größerer Konkurrenzdruck zwischen den WissenschaftlerInnen aufgebaut, und für den Autor stellt sich mehr oder minder Hand in Hand die Frage nach neuen Beurteilungskriterien der wissenschaftlichen Forschung.
Der Autor befürchtet bei dieser Entwicklung, dass die Theoriebildung als auch die Methodenentwicklung ins Hintertreffen gelangen könnten und nur mehr das Anwenden von Methoden praktiziert wird.
Den Abschluss bildet die Überlegung, wie qualitative vor allem aber wissenssoziologisch informierte Sozialforschung überleben kann.
Er kommt zu dem Schluss, dass dies nur mit Hilfe eines Ausbaus der bereits vorhanden Grundlagentheorien, Methodologie und Methoden möglich ist.
Auch die Frage nach Gütesicherung wird immer wichtiger werden, soll aber immer mit dem Hintergrund betrachtet werden, dass alle Arten von Gütekriterien das Ergebnis von gesellschaftlichen Konstruktionsprozessen sind."

Donnerstag, März 13, 2008

Inhalt des Referates bzw. der Seminararbeit

Folgende Punkte müssen in jedem Referat bzw. in jeder Seminararbeit behandelt werden:
1. Darstellung des Inhalts des Artikels
2. Darstellung der Methode (Einsatzgebiet, Ablauf)
3. Kritische Analyse (Vor- und Nachteile der Methode allgemein und in bezug auf den Artikel-Inhalt) – ziehen Sie dazu unbedingt Methoden-Literatur hinzu.
4. Güte der Forschungsmethode (Wie kann bei dieser Methode gewährleistet werden, dass die Ergebnisse aussagekräftig sind bzw. die Forschung qualitativ durchgeführt wurde?)
5. Welchen Einfluss kann das Geschlecht der ForscherInnen bei Anwendung dieser Methode haben? Wie kann mit diesem Einfluss umgegangen werden (bezügl. Güte der Forschungsmethode)?
6. Entwicklung von eigenen Forschungsfragen, die mit dieser Forschungsmethode (zum Themenkreis Geschlechterforschung) bearbeitet werden können.
à 30-40 min.
7. Zwei Variationsmöglichkeiten:
a. Darstellung eines weiteren selbstgefundenen Artikels zu dieser Forschungsmethode (aus dem Themenfeld der Geschlechterforschung)oder
b. Beantwortung der selbst gestellten Forschungsfragen durch exemplarische Verwendung der referierten Forschungsmethode (Bsp. 1 Interview mit einer Person beim Thema „Interview“)
8. Übungsteil für das Referat (Überlegen Sie sich eine Möglichkeit, wie Sie ihre StudienkollegInnen aus dem Seminar mit ihrem Referatsthema aktivieren können.)
à 30-40 min.

Referatsthemen

Folgende Themen werden an den ausgewiesenen Terminen von den jweils angeführten Studierenden abgehalten - denken Sie daran für alle gilt, die Seminararbeiten müssen bis zum 30. April 2008 fertig sein und ausgedruckt mitgebracht werden!

Referatsthemen


1. Fokus Gruppen (Gruppendiskussionen) – 02.04.2008: Hagmann Philipp Bastian & Schmidt Paula
Straub, Ingo (2006). Medienerfahrungen und Männlichkeitskonstruktionen. Ergebnisse einer rekonstruktiven Jugendstudie. In: http://www.medienheft.ch/kritik/bibliothek/k25_StraubIngo.pdf [27. 2. 2008]
· In dieser Studie wurde speziell das Phänomen Peer-Group herausgearbeitet, um geschlechtshomogen-männliche, jugendkulturelle Szenen im Bereich der Mediensozialisation zu interpretieren.


2. Fragebogenuntersuchung – 02.04.2008: Lohnegger Eva & Pölzl Bernhard
Barbara Buchegger & Christoph Kaindl (2000). n-gen. Nutzung neuer Medien durch Wiener Jugendliche. In: http://www.netbridge.at/dloads/ngenstudie.pdf [9. 2. 2008]
· Der Geschlechterfokus ist nicht ausdrücklich explizit, es wurden aber Geschlechterunterschiede miterhoben. In wie weit könnte man den „Faktor Geschlecht“ evtl. anders einbeziehen? Und inwiefern sind manche geschlechtsspezifischen Ergebnisse evtl. durch die Art der Fragen bzw. einen speziellen Themenfokus beeinflusst?

3. Beobachtung – 09.04.2008: Guntschnig Angela & Maier Katrin
Feil, Christine & Decker, Regina (2004). Erhebungsinstrumente zur Beobachtung des Umgangs von Kindern mit dem Internet. In: http://www.dji.de/bibs/116_1764_erhebungsinstrumente.pdf [9. 2. 2008]

4. Interview – 09.04.2008: Glatz Alexandra & Resch Romana
Dinzer, Sybille (2005). Gender and the City. Medienrezeption und Geschlecht. Eine qualitative Rezeptionsstudie der US-Serie Sex and the City. In: http://www.cultiv.net/cultranet/1166966863MA_Dinzer.pdf [27. 2. 2008]
· Da es sich bei der Grundlage dieses Referatsthemas um eine Diplomarbeit handelt, ist es wichtig sich auf die Methode zu konzentrieren, und den Inhalt nur überblicksmäßig bzw. mit einem bestimmten Schwerpunkt vorzustellen.

5. Komparatistische Analysen

5 a Zeitgeschichtlicher Vergleich – 23.04.2008: Kern Ronald & Kragl Christine
Spitzer, Brenda L., Henderson, Katherine A. & Zivian, Marilyn T. (1999). Gender Differences in Population Versus Media Body Sizes: A Comparison over Four Decades In: Sex Roles, Vol. 40/7, S. 545-565. Link: http://www.springerlink.com/content/w126r0485527507m

5 b Ländervergleich – 23.04.2008: Enzmann Magdalena & Kunz Elisabeth
Le Feuvre, Nicky (2005). Zur Feminisierung von Berufen in vergleichender Perspektive. In: Gilbert Achcar, Dagmar Simon, Mechthild Veil (Hg.). Arbeitsmarkt, Wohlfahrtsstaat, Familienpolitik und die Geschlechterfrage – deutsch-französische Konvergenzen und Divergenzen. Berlin: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). Verfügbar über: http://skylla.wz-berlin.de/pdf/2005/p05-007.pdf#page=5 [18. 1. 2008]

6. Museumsanalyse – 30.04.2008: Lai Marie-Anne Caroline & Reinprecht Viktoria Carina
Muttenthaler, Roswitha & Wonisch, Regina (1999). "Das inszenierte Geschlecht" – Umformulierungen, Abwesenheiten und phantasmatisches Begehren in Museen und Ausstellungen In: Christina Lutter und Elisabeth Menasse-Wiesbauer (Hg.): Frauenforschung, feministische Forschung, Gender Studies: Entwicklungen und Perspektiven. Wien: Materialien zur Förderung von Frauen in der Wissenschaft. Bd. 8, S.275-312.
- Buch in der UB entlehnbar

7. Biographieforschung – 30.04.2008: Huber Sandra & Stockinger Sabine Maria
Thon, Christine (2005). „Ich war nie benachteiligt. Und kam mir auch nie so vor.” Biographische Konstruktion von Geschlecht und Deutungskonzepte zum Geschlechterverhältnis In: Christine Thon, Daniela Rothe, Paul Mecheril, Bettina (Hg.). Qualitative Forschungsmethoden im erziehungswissenschaftlichen Studium. Bielefeld. Verfügbar über: http://bieson.ub.uni-bielefeld.de [25. 2. 2008]

Güte qualitativer Forschung

Wie in der gestrigen Einheit besprochen gibt es zur qualitativen Forschung Überlegungen zur wissenschaftlichen Güte, die über die klassichen (und was den 3. Punkt angeht wissenschaftstheoretisch und feministisch-wissenschaftstheoretisch sehr kritisierten) Kriterien der Validität, Reliabilität und Objektivität hinausgehen.

Zwei Leseempfehlungen dazu:

Reichertz, Jo (2000) .Zur Gültigkeit von Qualitativer Sozialforschung:
http://www.qualitative-research.net/fqs-texte/2-00/2-00reichertz-d.pdf

Steinke, Ines (2003). Gütekriterien qualitativer Forschung. In: Uwe Flick, Ernst von Kardoff und Ines Steunke (Hg.). Qualitative Forschung. Ein Handbuch. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt.

Mittwoch, März 12, 2008

Basis-Methoden-Literatur-Liste

Methoden-Literatur:
(Auswahl)

Allemann-Ghionda, Cristina (2004). Einführung in die Vergleichende Erziehungswissenschaft. Weinheim, Basel: Beltz.

Becker, Ruth & Kortendiek, Beate (Hrsg., 2004). Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. Theorie, Methoden, Empirie. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Behnke, Cornelia & Meuser, Michael (1999). Geschlechterforschung und qualitative Methoden. Opladen: Leske + Budrich.

Buchen, Sylvia, Hefferich, Cornelia & Maier, Maja S. (Hrsg., 2004). Gender methodologisch. Empirische Forschung in der Informationsgesellschaft vor neuen Herausforderungen. Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften.

Flick, Uwe, von Kardoff, Ernst & Steinke, Ines (2003, Hg.). Qualitative Forschung. Reinbeck bei Hamburg: rororo.

Roth, Erwin & Holling, Heinz (Hrsg., 1999). Sozialwissenschaftliche Methoden. Lehr- und Handbuch für Forschung und Praxis. München, Wien: Oldenburg Verlag.

Montag, März 10, 2008

Draw a Scientist

Liebe Studierende,

falls Sie diesen Blogeintrag vor dem nächsten Seminar-Termin (12.3.) lesen, dann bringen Sie bitte ein Blatt Papier mit und erfüllen Sie darauf folgende kleine Aufgabe:

"Draw a scientist!"

- Da wir leider gestern keine Zeit dafür gehabt haben, gibt es dazu den folgenden Lesetipp:
Steinke, Jocelyn, Lapinski, Maria, Crocker, Nikki, Zietsman-Thomas, Aletta, Williams, Yaschica, Higdon, Stephanie & Kuchibhotla, Sarvani (2006). Assessing Media Influences on Middle School-Aged Children’s Perceptions of Women in Science and Engineering – Using the Draw-A-Scientist Test (DAST). In: Proceedings of the 2006 WEPAN Conference, Copyright 2006, WEPAN-Women in Engineering Programs and Advocates Network. Available at: http://www.x-cd.com/wepan06/pdfs/31.pdf [17. 2. 2008]

Mittwoch, März 05, 2008

Vollständiger Artikel von Regine Gildemeister

Liebe Studierende,

falls Sie in der Lehrveranstaltung eine unvolsltändige Kopie des zu lesenden Artikels bekommen haben, dann downloaden Sie sich den vollständigen bitte hier:

http://www.ifz.tugraz.at/educate/Gildemeister.pdf

Bis zum nächsten Mal,

Anita Thaler

1. Aufgabe: Zusammenfassung bis 11. 3. 2008

Liebe Studierende,

als Einstieg ins Thema lesen Sie bitte zunächst folgenden Artikel:

Gildemeister, Regine (2003). Geschlechterforschung (gender studies). In: Uwe Flick, Ernst von Kardoff & InesSteinke (Hg.). Qualitative Forschung. Reinbeck bei Hamburg: rororo, S. 213-223.

Fassen Sie das Wichtigste des Artikels kurz und prägnant zusammen (ca. 250 Wörter) und überlegen Sie sich 3 Diskussionsfragen dazu.

Senden Sie Ihre Zusammenfassung plus Diskussionsfragen bis spätestens 11. März 2008 an
thaler@ifz.tugraz.at

Bis zum nächsten Mal,
Anita Thaler

Ablauf Sommersemester 2008

Vorbesprechung: Mi, 5. März 2008, 16.00 –17:30

Folgende Blocktermine jeweils Mi16.00 – 19.00 Uhr:

12. März: Einführung in die Methoden der Geschlechterforschung

2. April: Referate, Übungen, Diskussionen

9. April: Referate, Übungen, Diskussionen

23. April: Referate, Übungen, Diskussionen

30. April: Referate, Übungen, Diskussionen + Abgabetermin für schriftliche Seminararbeiten

21. Mai: "Peer Review"